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Klement: Zukunft der Energieversorgung dramatisch gefährdet

"Die neuesten Berechnungen über Weltenergiereserven zeichnen ein dramatisches Bild für die Zukunft unserer Energieversorgung", stellte der freiheitliche Energiesprecher Karlheinz Klement heute fest

Die Kohlereserven der Welt mussten deutlich nach unten revidiert werden. Der Arbeitskreis Kohle unter der Leitung von Dr. Werner Zittel der Energy Watch Group kam zu dem Schluss, Kohle wird möglicherweise in weniger als 2 Jahrzehnten den "Peak Coal", das weltweite Fördermaximum, erreicht haben. Besonders deutlich wird die Dramatik der Entwicklung bei den deutschen Kohlereserven. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften hatte die deutschen Steinkohlereserven über Jahrzehnte mit 23 bis 24 Milliarden Tonnen angegeben. Im Jahr 2004 wurden sie auf 183 Millionen Tonnen herabgestuft, also um 99 Prozent. Als Erklärung findet sich die Bemerkung, dass spekulative Ressourcen jetzt nicht mehr berücksichtigt würden. Auch bei der deutschen Braunkohle gab es dramatische Abwertungen um mehr als 80 Prozent. Dabei gilt zu bedenken, dass Deutschland der größte Braunkohleförderer der Welt ist.

"Peak Coal", "Peak Gas" und "Peak Oil" werfen ein bedrohendes Szenario auf, mit horrenden Energiepreisen, Energieversorgungsengpässen und Verteilungskämpfen. Aber es geht nicht allein um die Preise in 10 bis 15 Jahren, sondern insbesondere um die Verfügbarkeit von Kohle und Energie überhaupt.

Auch politische Machtverhältnisse könnten sich aufgrund von Energiereserven verschieben. 85 % der Reserven befinden sich in Händen von 6 Nationen, nämlich in der Reihenfolge der vorhandenen Mengen 1. USA, 2. Rußland, 3. Indien, 4. China, 5. Australien, 6. Südafrika. Sehr wahrscheinlich aus versorgungsstrategischenÜberlegungen werden diese Länder ihre Kohle vorrangig selber einsetzen. So kommt der Kohle-Bericht zum Schluss, dass China bereits in absehbarer Zeit wegen steigenden Eigenbedarfs keine Kohle mehr exportieren werde.

"Aufgrund dieser sich abzeichnenden Entwicklungen wird es dringend Zeit, dass sich Österreich auf die Knappheit dieser Energieformen vorbereitet und intelligente Lösungen ausarbeitet." Klement verweist auf die bereits vorhandenen exzellenten Entwicklungen und Ansätzeösterreichischer Ingenieure. Am Thema Energieeffizienz und Erneuerbare Energien führe kein Weg vorbei. Die Bundesregierung und allen voran Umweltminister Pröll und Wirtschaftsminister Bartenstein swiwn gefordert, ihre parteipolitischen Scheuklappen abzulegen und in Richtung energieautarkes Österreich zu arbeiten.

Rückfragehinweis: Freiheitlicher Parlamentsklub

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OTS0139 2007-04-11/12:12



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