© Rosenbauer / RTX- Elektrofeuerwehrfahrzeug von Rosenbauer
© Rosenbauer / RTX- Elektrofeuerwehrfahrzeug von Rosenbauer

Elektrisch mit den Feuerwehren auf dem Weg in die Zukunft

Alternative Antriebe, allen voran die Elektromobilität, sind die Technologie der Zukunft – besonders bei Feuerwehrfahrzeugen.

Als Markt- und Innovationsführer sieht sich Rosenbauer in der Verantwortung, die Feuerwehren in diese Zukunft zu begleiten. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde begonnen, sich mit dem Thematik auseinanderzusetzen. Nun präsentiert Rosenbauer auf der Weltleitmesse Interschutz ein komplettes Programm elektrischer Einsatzfahrzeuge, vom kommunalen Feuerwehrauto inklusive vollelektrischer Drehleiter bis hin zum Flughafenlöschfahrzeug.
Nachhaltige Technologie für den Antrieb

Feuerwehrfahrzeuge werden im Schnitt alle 20 bis 30 Jahre beschafft und schon vor zehn Jahren hat sich abgezeichnet, dass im Jahr 2030 die Antriebslösung eine andere, umweltfreundlichere sein muss. Die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt den Trend: Weltweit setzen sich immer mehr Kommunen ambitionierte Nachhaltigkeits- und Klimaziele. Dem folgen auch die Feuerwehren und wollen vor allem in großen Städten und Ballungszentren mit ihren Fuhrparks einen Beitrag leisten. Für Industrie- und Flughafenfeuerwehren gilt das Gleiche, Unternehmen und Flughafenbetreiber haben zum Teil noch ehrgeizigere Ziele. Da deren Fahrzeugflotten von der Größe überschaubar, relativ homogen und gleichzeitig hoch spezialisiert sind, eignen sie sich besonders gut für die Elektrifizierung.

Zusätzlich stellen LKW-Produzenten inzwischen mit Nachdruck auf Elektromobilität bzw. alternative Antriebe um. Das heißt, es wird weniger Chassis mit konventionellem Antriebsstrang geben. Rosenbauer geht davon aus, dass die elektrische Transformation in der Branche deutlich an Fahrt aufnehmen wird, zumal Akkus und deren Speicherkapazität ständig weiterentwickelt werden und sich Reichweiten und Betriebsdauer von elektrischen Fahrzeugen immer weiter verbessern. 2030 dürfte daher bereits die Hälfte aller Fahrzeuge, die Rosenbauer an die Feuerwehren ausliefert, elektrifiziert sein.

Das Feuerwehrfahrzeug der Zukunft

Vor zwei Jahren hat Rosenbauer mit dem RT (Revolutionary Technology) das erste vollelektrische Tanklöschfahrzeug auf den Markt gebracht. Es ist eine umfassend funktionelle Antwort auf die Anforderungen im Feuerwehralltag der Zukunft: nachhaltiger Betrieb, digitale Einsatzunterstützung und breite Vernetzung, ergonomische und intuitive Bedienbarkeit (immer mehr Frauen und ältere Menschen bei der Feuerwehr), besserer Schutz der Einsatzkräfte aufgrund eines zunehmenden Gesundheits- und Sicherheitsbewusstseins, um nur die Wichtigsten zu nennen.

Die RT-Technologie ermöglicht es, alle diese Anforderungen zu erfüllen und die Menschen im Feuerwehreinsatz der Zukunft noch effizienter, noch zuverlässiger zu unterstützen: Sie sind im RT sicherer als mit einem konventionellen Einsatzfahrzeug unterwegs, schon allein, weil er sich fast wie ein PKW fährt, schonen ihre Gesundheit, weil der RT aufgrund der völlig neuartigen Fahrzeugarchitektur vom Einstieg bis zur Bedienhöhe komplett auf Ergonomie getrimmt ist, und sind über weite Strecken des Einsatzes deutlich weniger Schadstoffen und Lärm ausgesetzt, weil sie lokal emissionsfrei in den Einsatz fahren können und den Großteil ihrer Einsätze – bis zu 90 % – rein elektrisch, ohne laufenden Fahrzeugmotor abarbeiten können.

Ausfallsichere Technik

Rosenbauer entwickelt alle Produkte in einem umfassenden Kontext von Nachhaltigkeit und bringt nur geprüfte, robuste und ausfallsichere Technik auf den Markt. Deshalb stand bei der Entwicklung des RT und in der Folge des gesamten elektrischen Fahrzeugprogramms die Sicherstellung des Dauerbetriebs und die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall ganz oben auf der Agenda. Mit dem Rosenbauer Range Extender REX, der in jedem Fahrzeug mit elektrifiziertem Antriebsstrang zum Einsatz kommt, wird dieses Ziel zuverlässig erreicht. Das Konzept ist nach allen Seiten offen und die Technologie rasch adaptierbar. Mit der richtigen Ausstattung kann ein elektrisches Einsatzfahrzeug sogar Notstrom zur Verfügung stellen, zum Beispiel um energieintensive Feuerwehrverbraucher oder Teile von kritischer Infrastruktur mit emissionsfreier Energie zu versorgen.

Darüber hinaus gilt für Elektromotoren generell: Sie sind nachhaltiger als konventionelle Motoren, weil sie ungleich effizienter (höherer Wirkungsgrad) sowie einfacher und kompakter gebaut sind (ein Drittel weniger bewegliche Teile) und dadurch im Vergleich deutlich wartungsfreundlicher (längere Serviceintervalle) sind. Außerdem eröffnet der sparsame E-Motor die Möglichkeit, kinetische Bremsenergie, die bei herkömmlichen Systemen verloren geht, in elektrische Energie umzuwandeln. Es gibt derzeit und in absehbarer Zukunft kein effizienteres Antriebskonzept als den E-Antrieb.

Vollelektrischer Fuhrpark

Rosenbauer zeigt auf der Interschutz, wie der Fuhrpark der Feuerwehren in Zukunft aussehen könnte: Neben dem RT umfasst das elektrische Fahrzeugprogramm den ersten AT electric, bei dem die bewährte AT-Technologie auf einem voll-elektrischen Serienchassis umgesetzt ist, die erste L32A-XS electric, die alle Funktionalitäten der Standarddrehleiter mit den Vorzügen eines voll-elektrischen Serienchassis vereint, den GW-L electric, ein Logistikfahrzeug mit hoch-flexiblem Aufbau auf einem ebenfalls voll-elektrischen Serienchassis und den ersten PANTHER electric, das Konzept für das Flughafenlöschfahrzeug der Zukunft auf einem elektrifizierten Rosenbauer-Chassis.

Rosenbauer wird die Feuerwehren umfassend auf den Weg in die Elektromobilität begleiten. Dazu gehört nicht nur, dass es künftig für jeden Einsatzfall ein elektrisches Fahrzeug im Produktprogramm geben wird, sondern insbesondere den Feuerwehren auch die umfassende Expertise auf diesem Gebiet zur Verfügung gestellt wird. Denn zur Elektromobilität gehören zwingend auch Lösungen, wie die Ladeinfrastruktur für die Feuerwehrfahrzeuge der Zukunft dargestellt werden kann, wie sich die Feuerwehren energieautark machen können und wie sie letztlich einen vollelektrischen, digitalisierten und vernetzten Feuerwehreinsatz realisieren können.


Artikel Online geschaltet von: / Doris Holler /