© Stux auf pixabay / Kleinwasserkraft
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Ökologischen Kleinwasserkraft-Ausbau forcieren!

Welterneuerbarentag in Zeiten von Corona: Ausbau von Kleinwasserkraft als Wirtschafts- und Jobmotor

Zum Tag der Erneuerbaren Energien machte Kleinwasserkraft Österreich auf die Bedeutung der Kleinwasserkraft für die dezentrale, nachhaltige und ökologische Stromversorgung Österreichs aufmerksam:"Jedes neue Wasserkraftwerk an einem der rund 30.000 aktuell ungenutzten Querbauwerke, führt zu einer ökologischen Verbesserung und führt zu großen Investitionen in die heimische Wirtschaft" hält Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Paul Ablinger fest. Aktuelle Studien zeigen, dass die Kleinwasserkraft in bereits regulierten Gewässern zu einer Verbesserung der Situation auch für den Fischlebensraum sorgt. Mit den aktuellen Standards die in Österreich gelten, ist daher ein weiterer Ausbau jedenfalls möglich und sinnvoll.

Kleinwasserkraftwerke selbst sind zumindest mit dem guten ökologischen Zustand vereinbar. Außerhalb des Fischlebensraumes (in alpinen Gewässern) bleiben die ökologischen Parameter (Makrozoobenthos) bei Kleinwasserkraftwerken häufig sogar im "sehr guten Zustand" - also in der besten Zustandsklasse. Der Ausbau der Kleinwasserkraft ist insbesondere im Hinblick auf vorhandene Strukturen und der dezentralen Versorgung sowie mit seiner guten Verfügbarkeit und Prognosefähigkeit ein bedeutender Faktor in der Energiewende.

Die Corona-Krise verdeutlicht zudem den Nutzen den gesicherte dezentrale Stromversorgung bietet. Die Konjunkturmaßnahmen nach der Krise sollten jedenfalls mit klarem Fokus auf die Klimakrise und die Energiewende gesetzt werden. So kann ein mehrfacher Nutzen generiert werden. Dafür brauche es aber auch entsprechende Rahmenbedingungen, so Ablinger, der dabei vor allem an eine Stabilisierung des sogenannten Marktpreises durch den Ausstieg aus Kohle- und Atomstrom und ein geeignetes Prämienmodell denkt. "Wir brauchen ein Erneuerbaren Ausbaugesetz das funktioniert! Das Verfehlen der Klimaziele wird uns sonst mehrfach teuer zu stehen kommen. Durch Strafzahlungen, durch die Kosten für Klimaschäden, durch Anpassungskosten aber auch durch entgangene wirtschaftliche Chancen. Denn bei der Kleinwasserkraft sprechen wir von annähernd 100%iger heimischer Wertschöpfung! Auch unsere international hoch angesehenen Turbinenproduzenten werden darunter leiden, wenn der Heimmarkt wegbricht! Dessen Bedeutung verdeutlicht auch die Corona-Krise die Montagen im Ausland massiv erschwert."

Die Auswirkungen der Klimakrise werden jene der Corona-Krise deutlich übersteigen. Maßnahmen dagegen müssen aber umgehend getroffen werden. Die Kleinwasserkraft, mit den anderen Erneuerbaren Technologien, ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg!


Quelle: Kleinwasserkraft Österreich


Artikel Online geschalten von: / Doris Holler /