© Ziga/ AKW Krsko
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Erdbeben in Zagreb: Atomkraftwerk Krsko als Gefahr

Erdbeben in Zagreb zeigt Gefahr von AKW Krsko

Heute früh erschütterte ein Erdbeben Zagreb. Zu spüren war es bis ins Südburgenland. Das Erdbeben zeigt klar auf, wie gefährlich Atomkraftwerke sind, so ÖVP-Umweltsprecher Abg. Johannes Schmuckenschlager. Das Epizentrum befand sich nur rund 40 Kilometer vom slowenischen Atomkraftwerk Krsko entfernt, das seit 1983 in Betrieb ist und dafür bekannt ist, dass es einem starken Erdbeben nicht Stand halten würde. "Atomkraft ist keine Technologie der Zukunft," ist Schmuckenschlager überzeugt und fordert die sofortige Schließung des AKW Krsko. "Atomenergie birgt ein hohes Risiko und ist daher entschieden abzulehnen. Atomkraft darf in Europa keinen Platz haben." Es sei unverständlich, dass trotz allseits bekannter hoher Sicherheits- und Gesundheitsrisiken zahlreiche Staaten in Europa nach wie vor auf Atomkraft setzen.

Österreich habe den richtigen Weg beschritten und werde sich weiterhin dem Kampf gegen die Atomkraft in Europa widmen. "In Europa brauchen wir sichere, nachhaltige, innovative und wettbewerbsfähige Energiesysteme, aber keine Kernenergie - und schon gar nicht in Zeiten wie diesen", so der Umweltsprecher.

Keine Atomenergie während Krisen

"Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf ganz Europa, ein Atomunfall wäre nicht vertraftbar. Unsichere AKWs gehören daher runtergefahren. Für uns Grüne am besten für immer. Aber in Zeiten wie diesen zumindest so lange, so lange die Corona-Krise Europa im Würgegriff hat", fordert der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Nationalrat Martin Litschauer.

Das Erdbeben heute früh in der Nähe der kroatischen Hauptstadt Zagreb müsse als deutliche Wahrung gesehen werden. "Wir müssen in dieser Krise gerade alle anderen möglichen Gefahrenquellen auf ein absolutes Minimum reduzieren. Ein zweites Fukushima würde Europa in diesen Zeiten ins Chaos stürzen", so Litschauer.

Er sieht aufgrund des coronabedingten Shutdowns der Wirtschaft auch keine Engpässe bei der Energieversorgung. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Strom gerade zwingend gebraucht wird", so der Grüne Nationalrat.

Europa müsse mittelfristig Kroatien unterstützen, damit die Pläne für den Zubau eines zweiten Atomreaktors in diesem Erdbebengebiet aufgegeben werden.



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Artikel Online geschaltet von: / Doris Holler /