© Gerd Altmann pixabay.com
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AKU Gronau und NUG: Hoffnung aus Japan

„Es mögen trotz vieler, weltweit düsterer Ereignisse doch noch bessere Zeit kommen, in der unsere Kinder und Kindeskinder ohne Kriege, ohne Rassismus, ohne Nuklearwaffen und ohne Atomkraftwerke, im Frieden miteinander leben können"

Anlässlich des neunten Jahrestages der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan) in dieser Woche (11. März) haben der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau und der Natur- und Umweltschutzverein Gronau (NUG) von ihrem Freund Kazuhiko Kobayashi aus Tokio einen Appell bekommen, nicht im Widerstand gegen die Atomindustrie nachzulassen. Kazuhiko Kobayashi, der auch schon in Gronau gewesen ist, verbindet sein Engagement mit einer
großen Hoffnung: „Es mögen trotz vieler, weltweit düsterer Ereignisse doch noch bessere Zeit kommen, in der unsere Kinder und Kindeskinder ohne Kriege, ohne Rassismus, ohne Nuklearwaffen und ohne Atomkraftwerke, im Frieden miteinander leben können.“

Neun Jahre nach dem Beginn der Atomkatastrophe in Fukushimagilt das innige Mitgefühl des AKU Gronau und des Natur- und Umweltschutzverein Gronau den noch immer betroffenen Menschen in und um Fukushima und in ganz Japan.

Der AKU Gronau und der Natur- und Umweltschutzverein Gronau sind der Auffassung, dass alle Atomkraftwerke zum Schutz der Bevölkerung sofort stillgelegt werden müssen. Und sie sind sich darin einig, dass mit der Stilllegung der Atomkraftwerke der bundesweite Atomausstieg noch nicht am Ziel ist. Die Uranfabriken in Gronau und Lingen, die nuklearen Brennstoff für Atomkraftwerke in aller Welt produzieren, haben bisher keine Laufzeitbegrenzung. Trotz beschlossenem Atomausstieg soll weiterhin in Gronau Uran angereichert werden und sollen in der Brennelementefabrik in Lingen Brennstäbe, u. a. für die belgischen AKW, hergestellt werden. Das ist aus Sicht der gesamten
Anti-Atomkraft-Bewegung unverantwortlich und muss unterbunden werden.
Zudem setzen sich der AKU Gronau und der Natur- und Umweltschutzverein Gronau auch für die Stilllegung der Urananreicherungsanlage in Almelo und für den internationalen Atomausstieg ein, der auch die Uranminen in Kanada, Australien und anderswo umfassen muss.

In seinem Schreiben anlässlich des Fukushima-Jahrestages geht Kazuhiko Kobayashi auch auf die Olympischen Spiele ein, die in diesem Jahr in Japan stattfinden sollen. Er schreibt:

„Viele Petitionsbriefe von gewissenhaften Wissenschaftlern und Intellektuellen aus In-und Ausland, aufgrund noch teilweise ungebändigt bleibender radioaktiver Gefahr in bzw. aus Fukushima die Olympiade 2020 in Japan zu stoppen, sind von IOC bis jetzt stets schlicht und einfach ignoriert worden. Daran sieht man, dass die Olympiade schon längst nur noch ein Instrument fürs internationale Show-Business geworden ist, in dem es nur noch ums Geld für bestimmte Interessentengruppen geht. Und im Hintergrund werden die leidenden Menschen in bzw. aus der Region Fukushima nach wie vor in Stich gelassen. Nun verbreitet sich jetzt dazu auch noch das neuartige Corona-Virus in Japan. Dennoch scheinen die Regierung und die profitsüchtigen Unternehmen sie um jeden Preis
termingerecht veranstalten zu wollen. Auch hier geht es allem voran nur um ihre eigene Macht- und Wirtschaftsgier. Ihr Motto lautet: Steuergeld: "Ja" für die Olympiade 2020 in Japan! Steuergeld: "Nein" für den Schutz des Lebens in Fukushima!“



Kazuhiko Kobayashi hofft, dass „wir auch in diesem Jahr trotz unseres bescheidenen finanziellen Rahmens doch noch soweit kommen, einige Mütter und Kinder aus Fukushima zur Sommerkur auf der Halbinsel Izu einzuladen.“

Konto (in EURO) für Spenden für Kinder in und aus Fukushima
Kontoinhaber: Kazuhiko Kobayashi
Bank: Commerzbank AG, Filiale Hamburg
BLZ: 20080000
Ktonr.: 0966 0021 01
IBAN: DE43200800000966002101


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