© Photo Simonis/ Martin Litschauer
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Fukushima-Jahrestag: "Atomkraft ist und bleibt eine Risikotechnologie"

Litschauer für europaweite AKW-Stresstests

"Am 11. März jährt sich die Atomkatastrophe in Fukushima zum neunten Mal und die Lage in Japan ist noch immer nicht unter Kontrolle", erinnert der Anti-Atom-Sprecher der Grünen, Martin Litschauer. Lange galt Japan als Hochtechnologieland, in dem die Atomenergie besonders sicher genutzt wird. "Der Unfall im AKW zeigte aber, wie rasch diese Technologie außer Kontrolle geraten kann und unterschätzt wird."

Vor allem die Problematik des Ausfalls der Kühlung in den Abklingbecken und Zwischenlagern hat gezeigt, dass die Lagerung der abgebrannten Brennelemente ein sehr hohes Risiko darstellt, wenn die notwendige aktive Kühlung ausfällt.

"Aus diesem Grund sollten wir die Sicherheitsstandards in diesen Zwischenlagern erhöhen und europaweit Stresstests durchführen", fordert Litschauer und weiter: "Österreich muss sich vor allem in der EU für höhere Sicherheitsstandards einsetzen, die dann auch von einer europäischen Behörde überprüft werden. Damit könnten wir das Versprechen von Altbundeskanzler Schüssel aus dem Melker Protokoll aus dem Jahr 2001 endlich einlösen."

"Darüber hinaus muss Österreich mit einer Stromversorgung aus 100 Prozent Erneuerbarer Energie als gutes Beispiel vorangehen und das Reinwaschen auf den Strombörsen unterbinden. Wir müssen die treibende Kraft für den europäischen Atomausstieg sein", meint Litschauer.



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Artikel Online geschaltet von: / Doris Holler /