© Stadtgemeinde Hartberg / Don Camillo und Peppone im Einsatz :-)
© Stadtgemeinde Hartberg / Don Camillo und Peppone im Einsatz :-)

Don Camillo und Peppone in Hartberg

Einzigartiger Energiesparwettbewerb zwischen Hartberger Bürgermeister und Pfarrer erfolgreich beendet. Das sind die Gewinner.

© Stadtgemeinde Hartberg/Energiesparen - Für alle ein Gewinn!!
© Stadtgemeinde Hartberg/Energiesparen - Für alle ein Gewinn!!

Hartberg - Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Pfarre und Gemeinde in Hartberg standen sich 2019 oftmals energiegeladen gegenüber. Denn die beiden Oberhäupter von Gemeinde und Pfarre stellten sich von Jänner bis Dezember 2019 einem besonderen Wettbewerb. Beim Energiesparprojekt „Don Camillo und Peppone“, das vom Klimabündnis Steiermark entwickelt und gemeinsam mit Anja Stenglein vom Netzwerk Energieberatung Steiermark und Klaus Nader vom Gebäudemanagement der Diözese Graz-Seckau begleitetwurde, wurde um jede Kilowattstunde gekämpft. Das Team von "Don Camillo", eigentlich Pfarrer Reisenhofer, und das Team von "Peppone", eigentlichB ürgermeister Martschitsch, haben sich im Energieeinsparen gemessen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Gemeinsam haben die Teams rund um Pfarrer Reisenhofer und Bürgermeister Martschitsch im Schnitt 9,7% an Strom und beachtliche 18,01% an Wärme eingespart. Das entspricht einer Kosteneinsparung von in Summe 7.291 Euro.

Im Bereich Strom hatte die Pfarre die Nase knapp vorne. 10,25% des Stromverbrauches wurden eingespart. Beim Rathaus waren es immer noch 9,53%. Die Kategorie Wärme hat hingegen das Team um Peppone gewonnen. Herausragende 29,94%, somit knapp ein Drittel, konnten eingespart werden. Der Kirche gelang eine Einsparung von 8,23% im Heizbedarf.

Insgesamt konnten Pfarre und Rathaus 68.091,06 Kilowattstunden an Energie für Wärme und Strom einsparen. Diese Einsparungentspricht dem Jahresstromverbrauch von knapp 20 Haushalten. Somit sind beide Teams eindeutige Gewinner.

„Viele Maßnahmen sind auch imprivaten Haushalt umsetzbar. Etwa die Umstellung auf LED Beleuchtung und das Optimieren der Heizungskurve, wie es die Pfarre unter der Leitung von Mesner Sepp Fink umsetzte.“, so Pfarrer Josef Reisenhofer. Bürgermeister Marcus Martschitsch meint: „Mit Maßnahmen, wie das Umrüsten auf energieeffiziente Pumpen oder monatliche Energiespartipps für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, entlasten für die Gemeinde und die Pfarre die Haushaltskassen nachhaltig. Jetzt gesetzte Maßnahmen haben meist über Jahre einen positiven Effekt.Die Hälfte der Einsparung von 5.351 Euro des Rathauses bekommt die Belegschaft als Prämie für den tollen Erfolg für die Gemeinschaftskasse. Dieses Geld soll für ökologische gemeinsame Aktivitäten verwendet werden.“

„Durch dieses Projekt wurde gezeigt, dass sich Energiesparen wahrlich lohnt. Denn jede eingesparte Kilowattstunde wirkt sich auch positiv auf die Haushaltskasse aus. Den größten Nutzen davon hat aber eindeutig unser Klima.“, erklärt Friedrich Hofer vom Klimabündnis Steiermark.Anton Schuller, Klima- und Energie-Modellregionsmager, schildert das Ziel des Projektes: „Ein Multiplikatoreffekt soll entstehen und auch andere Pfarren, Städte und Gemeinden können diese Idee aufgreifen. Würden alle ca. 201 österreichischen Städte und dazugehörigen Pfarrkirchen ein ähnliches Ergebnis erzielen, könnten über 13 Gigawattstunden an Energie eingespart werden. Mit dieser Energiemenge könnte man unglaubliche 1.900-mal mit einem Elektroauto unsere Erde umrunden.“

Energiesparen funktioniert!

Jeder Privathaushalt und jeder Betrieb kann viel sparen.

Wichtig sind dabei drei Ansätze:

Erstens die Geschäftsführung muss Energiesparen zum Thema machen und als wichtig einstufen.

Zweitens, es muss ein Energieverantwortlicher definiert werden, der ein jährliches Monitoring aufsetzt.

Und Drittens, der Energieverantwortliche hat jährlich einen Bericht an die Geschäftsführung über den Erfolg oder den Misserfolg zu legen.

So könnten riesige Mengen an eingesparter Energie erzielt werden. Die Klima-und Energie Modellregion Hartberg setzt im Auftrag des österreichischen Klimafonds Projekte im Bereich Klimaschutz und regionale Energie um. Die KEM Hartberg besteht aus den Gemeinden Hartberg, Hartberg Umgebung, Greinbach sowie St. Johann in der Haide und hat Schwerpunkte im Bereich Heizungsumstellung, Sanierung und umweltfreundliche Mobilität.


Artikel Online geschalten von: / holler /