© BMVIT / Martin Aggerwal freut sich über die Auszeichnung
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Zukunftspreis Mobilität für HySnow - Klima- und Energiefonds gratuliert!

Förderprojekt des Klimafonds zur Dekarbonisierung des österreichischen Tourismussektors erhält höchste Auszeichnung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie

Am Montag wurde der Staatspreis Mobilität durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) verliehen. Preisträger in der Kategorie "Zukunftspreis Mobilität" ist das Projekt "HySnow", das durch den Klima- und Energiefonds im Rahmen seines Programmes "Zero Emission Mobility gefördert wird. Der "Zukunftspreis Mobilität", richtet sich speziell an Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen. Konkret ging der 1. Preis an die Masterarbeit "Konstruktion und Auslegung eines Brennstoffzellensystems für ein Schneemobil", die im Rahmen des Projektes HySnow, erstellt wurde.

Bundesminister Andreas Reichhardt: "Der Betrieb von Schneemobilen in den Wintersportgebieten ist energieintensiv und verursacht Emissionen von Lärm, Schadstoffen und Treibhausgasen in landschaftlich empfindlichen Gebieten. Das Projekt wird die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs im Bereich der Wintersportanwendung ökologisch und klimafreundlich absichern. Ich gratuliere den Projektpartnern herzlich."

Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds: "Mit unserem Mobilitätsforschungsprogramm unterstützen wir gezielt die starke österreichische Industrie und zeigen Lösungen auf: Elektromobilität, Wasserstoff und der Aufbau der entsprechenden Infrastruktur werden gesamtheitlich betrachtet. HySnow ist einer unserer Leuchttürme - ich gratuliere herzlich!"

Zum Projekt "HySnow"

Das Forschungsprojekt HySnow hat den Einsatz von wasserstoffbetriebenen Schneemobilen im alpinen Raum sowie den Aufbau und Test der gesamten Wertschöpfungskette zum Ziel. Dazu wird eine Photovoltaikanlage mit 34,5 kWp direkt mit einem Hochdruck-Elektrolysemodell gekoppelt und eine Tankinfrastruktur aufgebaut. Außerdem sollen zwei Schneemobil-Prototypen mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt, konstruiert und unter realen Umgebungsbedingungen zum Einsatz gebracht werden. In einem ersten Schritt wurden konventionelle Schneemobile unter Realbedingungen im Skigebiet Hinterstoder vermessen und auf Basis der Messergebnisse Simulationen hinsichtlich ihres Leistungs- und Energiemanagements durchgeführt. Darauf aufbauend definierten die Projektpartner die Antriebsstrang-Topologie sowie die Spezifikationen aller Komponenten und erarbeiteten das Brennstoffzellen-Konzept inklusive Wasserstoff-Speichersystem. Parallel dazu wurde in Hinterstoder eine PV-Anlage installiert, die Entwicklung der Infrastruktur bestehend aus Elektrolysemodul, Druckspeicher und Tankmodul zur Fahrzeugbetankung läuft.

Förderprogramm "Zero Emission Mobility"

Der Fokus der Ausschreibung "Zero Emission Mobility" liegt auf der Weiterentwicklung und Demonstration von marktnahen Lösungen. Im Rahmen des Programms wird eine technologieneutrale Strategie verfolgt. Die Zielgruppe sind Unternehmen aus dem Automobil- und Verkehrssektor, Energiebereitsteller, Forschungseinrichtungen und öffentliche Infrastrukturbetreiber. Das Fördervolumen der aktuellen zweiten Ausschreibung beträgt 7 Millionen Euro.


Artikel Online geschalten von: / holler /