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Österreichs Autofahrer tankten im Vorjahr im Schnitt 775 Liter

Diesel-Pkw verursachten durchschnittlich 2.325 kg CO2, Benzin-Pkw 1.520 kg

Wien - 3,25 Milliarden Liter Sprit tankten im Vorjahr Österreichs private Haushalte und damit um rund 60 Millionen Liter mehr als im Jahr 2013. Im Schnitt flossen 775 Liter Treibstoff in den Tank eines Pkw, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Damit verursachte der durchschnittliche Pkw 1.955 Kilogramm CO2. "Der reale Spritverbrauch der Autos ist mit über sechseinhalb Liter pro 100 Kilometer nach wie vor hoch und damit auch der CO2-Ausstoß", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Die Benzin-Pkw, die als Erstauto eingesetzt werden, verbrauchten im Vorjahr 805 Liter Sprit, die Diesel-Pkw wurden mit 1.022 Liter betankt. Bei den als Zweit- und Drittautos eingesetzten Fahrzeugen flossen im Schnitt 469 Liter Sprit in den Tank der Benzin-Pkw und 543 Liter in den Tank der Diesel-Pkw.

Pro 100 Kilometer hatten Diesel-Pkw einen Verbrauch von 6,6 Liter, Benzin-Pkw von 7,0 Liter. Beim Verbrennen von einem Liter Diesel entsteht aber um 13 Prozent mehr CO2 als beim Verbrennen von einem Liter Benzin. Pro 100 Kilometer verursachten damit Diesel-Pkw 17,4 Kilogramm CO2 und die Benzin-Pkw nur 16,4 kg CO2.

Und mit Diesel-Pkw wurde mit durchschnittlich 13.390 km deutlich mehr gefahren als mit Benzin-Pkw (9.230 km). Dadurch ist der Unterschied beim verursachten CO2-Ausstoß zwischen Diesel und Benzin-Pkw noch größer. Die Benzin-Pkw der privaten Haushalte verursachten im Vorjahr im Schnitt 1.520 Kilogramm CO2, die Diesel-Pkw mit 2.325 Kilogramm um ein Drittel mehr.

Mit einem spritsparendem Fahrverhalten kann der Spritverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß um 10 bis 20 Prozent reduziert werden. Konkret heißt das unter anderem gleiten statt rasen, vorausschauend fahren und die Motorbremse häufiger einsetzen sowie rasch in den nächsthöheren Gang schalten. Wesentlich ist auch, dass beim Autokauf bei der Probefahrt auf den realen Verbrauch geachtet wird. Denn häufig ist der reale Verbrauch deutlich höher als am Papier steht.

Das größte Potenzial, den Spritverbrauch zu verringern, liegt beim Mobilitätsverhalten. Häufiger kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad fahren und dort, wo es möglich ist, öffentliche Verkehrsmittel nutzen. "Es ist Aufgabe der Verkehrspolitik Maßnahmen zu setzen, dass all jene, die auf klimaverträgliche Verkehrsmittel umsteigen wollen, auch die Möglichkeit dazu haben. Und es ist Aufgabe der Politik, Anreize zu setzen, damit jene, die schon heute umsteigen können, das auch häufiger tun", stellt Gansterer fest.


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