© Klimavolksbegehren / Übergabe an Katharina Rogenhofer
© Klimavolksbegehren / Übergabe an Katharina Rogenhofer

Klimavolksbegehren: Übergabe an neue Sprecherin Katharina Rogenhofer

Grüne Initiatorin Helga Krismer übergibt im Rahmen eines Pressegesprächs an Aktivistin der FridaysForFuture

Wien- Im Herbst 2018 gab Helga Krismer, Abgeordnete der Grünen in Niederösterreich, den Startschuss für ein Klimavolksbegehren. Initialzündung dafür war, so Krismer, die Frage ihres Sohnes im Hitzesommer 2018. "Mein Sohn hat mich damals gefragt, ob ich denn eigentlich alles gegen diese Klimakatastrophe tue. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ich kam zu der Überzeugung, dass ich es meinem 12 Jahre alten Sohn schuldig bin, für seine Zukunft das Saatkorn für ein Volksbegehren auszubringen."

In der Zwischenzeit startete mit den inspirierenden Worten und den Schulstreikaktionen von Greta Thunberg eine weltweite Klimabewegung, die auch Österreich erfasste. Einen weltweiten Höhepunkt erreichte die Bewegung am 15. März: 50.000 Menschen. vor allem Jugendliche, demonstrierten auch in Österreich. Die FridaysForFuture fordern eine ambitioniertere Klimapolitik.

Das Team rund um das Klimavolksbegehren stellte in Wien und in Salzburg Klimakonferenzen auf die Beine, bei denen BürgerInnen und ExpertInnen die Möglichkeit hatten, sich in den Entstehungsprozess des Volksbegehrens einzubringen. "Mir ist aber bewusst, dass für ein breit getragenes Volksbegehren keine Person an der Spitze stehen kann, die parteipolitisch im Fokus steht. Deshalb habe ich immer versprochen, das Projekt langfristig abzugeben", erklärt Helga Krismer ihren Entschluss.

"In den letzten Wochen gab es parallel eine große Entwicklung in Österreich. Viele junge Menschen stehen gerade für ihre Zukunft auf und bekommen dabei von allen Seiten Unterstützung! Deshalb bin ich sehr froh darüber, mein Versprechen einlösen zu können und das Volksbegehren besten Gewissens in gute Hände zu legen. Mit Katharina Rogenhofer, übernimmt nun eine junge, engagierte Frau, die Verantwortung für die österreichweite Initiative zur Rettung unseres Klimas, unseres Überlebens."

Katharina Rogenhofer war in den letzten Wochen mehrfach in den Medien, da sie die FridaysForFuture in Österreich initiert hat: "Auf der Klimakonferenz in Katowice habe ich Greta Thunberg kennengelernt und ihre klaren Worte haben mich dazu gebracht, gemeinsam mit zwei Freunden FridaysForFuture nach Wien zu holen", erzählt Rogenhofer von den ersten Schritten der österreichweiten Klimabewegung. Nun sei es an der Zeit, der breiten Bevölkerung ein Instrument in die Hand zu geben, um die österreichische Klimapolitik mitzugestalten. "Wenn die Medienberichte und die öffentliche Stimmung in den letzten Wochen und Monaten eines gezeigt haben, dann, dass Klimaschutz nicht mehr nur ein Randthema unserer Gesellschaft ist. Inzwischen sind viele Menschen, quer durch alle Schichten, verunsichert über die Zukunft unseres Planeten. Die Auswirkungen sind dabei schon in Österreich zu spüren: Dürren verwüsten unsere Äcker und führen zu Ernteausfällen; Muren und Hochwasser überfluten unsere Dörfer und Städte; die heißen Sommer führen zu immer mehr Hitzetoten. Die Untätigkeit kostet uns Leben und Milliarden", unterstreicht Rogenhofer die Dringlichkeit. "Man sieht, dass das Thema nun viele Menschen bewegt. Ich glaube, das Klimavolksbegehren ist jetzt ein notwendiges und wichtiges politisches Werkzeug. Es ist an der Zeit, es gemeinsam in die Hand zu nehmen und breit aufzustellen. Im Kampf gegen die Klimakrise sind alle gefragt: die Politik, die Wirtschaft und die Bevölkerung.", meint Rogenhofer. "Ich danke allen, die bereits tatkräftig mitgearbeitet, Ideen eingebracht und ihr Wissen beigesteuert haben und ich freue mich auf die aufregenden, gemeinsamen nächsten Wochen!" Das Behördenverfahren für ein Klimaschutzvoksbegehren soll noch im April eingeleitet werden. Die Zeit rennt uns davon, um aktiv gegen den Klimawandel zu handeln, soviel ist fix.

Ziel ist, mindestens 100.000 Unterschriften zu erreichen, damit der Nationalrat das Thema behandeln muss.



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