© Martin Schiffer / Bettina Bergauer: Der Energiesektor verursacht 78 Prozent der Treibhausgase
© Martin Schiffer / Bettina Bergauer: Der Energiesektor verursacht 78 Prozent der Treibhausgase

Kompetenz: Energiepolitikerin kandidiert für die EU-Wahl

Energiesektor verursacht 78 Prozent der Treibhausgase

Bei der Europa-Wahl am 26. Mai 2019 will eine ausgewiesene Expertin für die Grünen antreten: Mit der Topbeamtin aus dem Umweltministerium, Bettina Bergauer, will eine Fachfrau für Energiepolitik nach Brüssel. Sie stellt sich den Delegierten beim Grünen Bundeskongress (BUKO) am 16. März 2019 in Wien. Der Energiesektor - Strom, Wärme, Verkehr - bereitet uns heute massive Probleme. Er ist für 78 (!) Prozent der Treibhausgase verantwortlich und damit massiv für die Klimakrise. "Ich will ein Europa, in dem der Strom nicht nur verlässlich aus der Steckdose herauskommt, sondern auch sauber hinein", erklärt Bergauer. "Dafür brauchen wir die Europäische Union! Das gelingt nur gemeinsam."

Bettina Bergauer kanditiert auf dem BUKO für den 3. Listenplatz. Ihr Werdegang ist ein ungewöhnlicher: Mit ihrem Studium der Energietechnik entschied sie sich für eine Ausbildung, bei der der Frauenanteil damals gerade 1 Prozent ausmachte. Auch ihre politischen Ansichten sind unkonventionell. So ließ Bettina Bergauer nach einem Besuch der Voest in Donawitz mit der Meldung aufhorchen: "Wer für den Ausbau der Eisenbahn ist, muss konsequenterweise auch für die Schwerindustrie sein."

Das Thema Energie als wesentlichster Aspekt unseres modernen Lebens und unserer Wirtschaft begleitet Bettina Bergauer lebenslang. So initiierte sie bereits Mitte der 1990er Jahre einen der ersten Windparks in Österreich als Bürgerbeteiligungsprojekt.
Auch auf reichlich EU-Erfahrung kann die Energie-Expertin verweisen. Die engagierte Beamtin hat bereits in den 2010er Jahren in mehreren Europäischen Technologieplattformen die Roadmaps für erneuerbare Energien mitgestaltet. Darüber hinaus war sie 15 Jahre die österreichische Vertreterin in der Energie-Effizienz-Arbeitsgruppe der Internationalen Energieagentur in Paris.

Ihre Kandidatur sieht Bergauer als Angebot an jene Wählerinnen und Wähler, die für pragmatische ökologische Lösungen stehen, für Fachkompetenz. "Für unseren Kampf gegen die Klimakatastrophe brauchen wir ein erstklassiges Angebot an Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Geothermie und Biomasse. Und wir brauchen Energiespeicher", weiß die Expertin. "Nur so können wir den Kampf gegen eine Northstream-Pipeline und die Atommeiler rund um Österreich gewinnen. Nur gegen Kohle, Öl, Gas und Atomenergie sein, reicht nicht aus." Mit der Ansage, "die Schattenseiten der Energiegewinnung, nämlich den Raubbau an der Natur und das Befeuern der Klimakrise zu stoppen", geht Bergauer in den Wahlkampf.

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