© kai Stachowiak - pixabay.com / Wasser
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Neue Herausforderungen für Wasserversorger in Österreich

Das Top-Thema beim ÖVGW-Symposium Wasserversorgung 2019

Etwa 230 Expertinnen und Experten der österreichischen Trinkwasserwirtschaft treffen am 30. und 31. Jänner 2019 in Wien zusammen, um aktuelle ökologische, ökonomische und technische Themen eingehend zu diskutieren. Organisiert wird das zweitägige Symposium von der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW). Der inhaltliche Bogen spannt sich von zukünftigen Herausforderungen für die Trinkwasserversorger und der Sicherung der Versorgung in besonders heißen Sommern über Spurenstoffe und neue Normen hin zu sicheren Informations- und Kommunikationstechnologien.

Eröffnet wird das Symposium Wasserversorgung von DI Franz Dinhobl, dem neu bestellten Präsidenten der ÖVGW. Er betont, dass sich die Wasserversorger den Herausforderungen, die sich vor allem auch aus den klimatischen Veränderungen ergeben, ambitioniert stellen. "Die Sicherstellung der Versorgung mit Trinkwasser hat für uns ebenso wie der Schutz und die Absicherung der Wasserressourcen absolute Priorität", erklärt Dinhobl. Er wird mit Vertretern des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) und der EurEau (European Federation of National Associations of Water Services) zukünftige Problemstellungen der Wasserversorger diskutieren.

Heiße Sommer, Trinkwasserquantität und -qualität

DI Dr. Roman Neunteufel von der Universität für Bodenkultur Wien wird erste Einblicke in eine Studie geben, die die Auswirkungen besonders heißer Sommer auf die Wasserversorgung analysiert. Ziel der Studie ist festzustellen, welchen Einfluss Extremtemperaturen auf die Wasserversorgungssituation haben und welche Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung der hohen Versorgungssicherheit noch getroffen werden sollten. Die endgültigen Ergebnisse der Studie werden Mitte Februar erwartet.

Trinkwasserqualität, Messprogramme, Untersuchungen auf Pharmazeutika und Mikroplastik-Analysen stehen im Zentrum der Ausführungen von DI Johannes Grath vom Umweltbundesamt.

Kommunikation und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien)

DI Mario Unterwainig vom BMNT wird auf die zunehmende Abhängigkeit von IKT-Systemen infolge Digitalisierung und Vernetzung eingehen und den Schutz kritischer Infrastrukturen, zu denen die Trinkwasserversorgung zählt, darlegen. Das Thema Cyber-Sicherheit bei Wasserversorgungsunternehmen wird auch der Vortrag von Prof. DI Dr Daniela Fuchs-Hanusch von der TU Graz beleuchten.

Mit Informationsverarbeitung und Emotionen in der Kommunikation wird sich der Vortrag von Mag. Dr. Josef Sawetz vom Institut für Publizistik und Kommunikations-wissenschaft der Universität Wien befassen.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte des Symposiums sind moderne Konzepte zur Betriebsdatenverwaltung, neue Wasserzähler sowie Neuerungen im Normungsbereich.

"Wir wollen beim Symposium aktuelle Inhalte und Problemstellungen rund ums Wasser thematisieren", definiert Dinhobl das Ziel der Veranstaltung. "Außerdem ist dieses der richtige Ort, um den Meinungsaustausch innerhalb der Branche zu vertiefen".


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