© BELECTRIC / Solarkraftwerk
© BELECTRIC / Solarkraftwerk

innogy baut spanisches Solarprojekt ohne staatliche Förderung

Kapazität von rund 50 Megawatt - Gesamtinvestitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro - Baustart und Inbetriebnahme 2019 geplant

Die innogy SE kommt beim Aufbau eines werthaltigen Solargeschäfts gut voran: Nach dem Baustart für eine große Freiflächen-Solaranlage in Australien traf das Unternehmen nun die finale Investitionsentscheidung (FID) für ein Solarkraftwerk in Spanien. Das Projekt „Alarcos“ soll über eine Kapazität von rund 50 Megawatt (MW) verfügen und ohne staatliche Förderungen betrieben werden. Sowohl Baubeginn als auch die vollständige Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage sind noch für dieses Jahr geplant.

Hans Bünting, Vorstand Erneuerbare Energien der innogy SE, meint: "Mit Alarcos zeigen wir, dass die Erneuerbaren bereit sind sich dem Markt zustellen. Wir setzen bei diesem Projekt auf Power Purchase Agreements, also langfristige Verträge mit Abnehmern des Stroms. Nicht nur im sonnenreichen Spanien, sondern auch in vielen weiteren Märkten kommt die Solarenergie bereits heute ohne staatliche Subventionen aus. Die nochmals gesunkenen Kosten für das Equipment werden diese Entwicklung weiter beflügeln."

Thorsten Blanke, Leiter Solar bei innogy SE, sagt: "Dank einer sehr guten Sonneneinstrahlung und einer hohen Nachfrage nach regenerativem Strom ist die Iberische Halbinsel einer der europäischen Wachstumsmärkte für Solar. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir mit Alarcos hier nun ein großes PV-Projekt umsetzen. Und das ist erst der Anfang. Wir wollen uns ein signifikantes Solarportfolio aufbauen und haben uns bereits weitere Opportunitäten auf der Iberischen Halbinsel vertraglich gesichert."


Das geplante Investitionsvolumen einschließlich des Erwerbs der Projektrechte für Alarcos beläuft sich auf insgesamt rund 40 Millionen Euro. Das Projekt Alarcos wurde vom spanischen Unternehmen „Synergia Energy Solutions, S.L.“ entwickelt und bereits Mitte letzten Jahres zu 100 Prozent an innogy veräußert. Die beteiligten Vertragsparteien haben vereinbart, Stillschweigen über die Bedingungen der Transaktion zu wahren, einschließlich des Kaufpreises.

Die Freiflächen-Solaranlage soll südlich der Stadt Ciudad Real, in der Autonomen Gemeinschaft Castilla-La Mancha entstehen. Nach gegenwärtiger Planung sollen in den kommenden Wochen die letzten noch ausstehenden Genehmigungen vorliegen, so dass die Bauarbeiten bereits im April starten könnten.Die Aufnahme des kommerziellen Betriebs wird für Ende 2019 erwartet. Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird die Anlage ausreichend grünen Strom produzieren um rechnerisch rund 25.000 Haushalte klimafreundlich zu versorgen.

innogys Tochtergesellschaft BELECTRIC ist für alle Bauarbeiten verantwortlich und wird auch Betrieb und Wartung der Solaranlage dienstleistend übernehmen. BELECTRIC ist ein erfahrenes Unternehmen auf dem internationalen Solarmarkt. Es hat weltweit Freiflächen-Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von rund zwei Gigawatt realisiert - darunter auch Projekte in Spanien. Zudem ist BELECTRIC einer der weltweit führenden Dienstleister für den Betrieb und die Wartung von Solaranlagen.

Starke Präsenz auf dem spanischen Markt für Erneuerbare Energien
innogy betreibt in Spanien bereits Onshore-Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von über 440 MW und vier kleine Wasserkraftwerke (zusammen 12 MW). Zudem ist das Unternehmen an einer Photovoltaik-Anlage (1 MW) in der spanischen Provinz Toledo und dem solarthermischen Kraftwerk Andasol 3 beteiligt. Es liegt in der südspanischen Provinz Granada und verfügt über eine installierte Leistung von rund 50 MW. Das Besondere: Durch den Einsatz eines thermischen Speichers kann die erzeugte Energie dann bereitgestellt werden, wenn sie gebraucht wird.


Artikel Online geschalten von: / holler /