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VCÖ fordert Ausstiegsplan Österreichs für den Verbrennungsmotor

Umstieg auf erneuerbare Energie im Verkehr beschleunigen

Wien - In Schweden soll ab dem Jahr 2030 kein Neuwagen mehr mit Verbrennungsmotor verkauft werden. Damit folgt Schweden mit seinem Ausstiegsplan aus Benzin und Diesel anderen Staaten, wie Norwegen, Dänemark, Niederlande, Großbritannien und Island. Der VCÖ fordert für Österreich einen konkreten Zeitplan zum Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Spätestens ab dem Jahr 2030 sollen keine mit Diesel oder Benzin betriebene Neuwagen verkauft werden. In Österreich sind die CO2-Emissionen des Verkehrs im Vorjahr zum vierten Mal in Folge gestiegen. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger im Verkehr ist zu beschleunigen.

Immer mehr europäische Staaten geben einen Zeitpunkt bekannt, ab dem keine neuen Diesel- und Benzin-Pkw mehr verkauft werden sollen. Nach Norwegen, Dänemark, Niederlande und Island hat nun auch Schweden das Aus für den Verbrennungsmotor für Neuwagen ab dem Jahr 2030 angekündigt. Das UN-Klimaziel von Paris bedeutet, dass der Verkehr ab dem Jahr 2050 zur Gänze von Erdöl unabhängig sein muss. "Um dieses Ziel zu erreichen, muss rechtzeitig bei den Neuwagen begonnen werden. Und da der Ausstieg bei Pkw leichter ist als etwa bei Lkw ist das Jahr 2030 ist ein realistischer Zeithorizont", erklärt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Auch in Österreich ist die Energiewende im Verkehr zu beschleunigen. 6.757 der insgesamt 341.068 im Vorjahr neuzugelassenen Pkw fahren ausschließlich mit Strom, mit Diesel fahren 20 Mal so viele Neuwagen und mit Benzin 27 Mal so viele. Der VCÖ fordert auch für Österreich einen Zeitplan für den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor.

Die CO2-Bilanz von E-Autos ist laut Umweltbundesamt um ein Vielfaches besser als jene der Pkw mit Verbrennungsmotor. Inklusive der Fahrzeug- und Batterieherstellung sowie der Stromerzeugung verursachen E-Autos mit österreichischem Strom-Mix rund 94 Gramm CO2 pro Kilometer, mit Ökostrom betrieben nur 52 Gramm. Pkw mit Verbrennungsmotor haben mit durchschnittlich 218 Gramm CO2 zweieinhalb bis vier Mal so hohe CO2-Emissionen.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht ist es für Österreich wichtig, die Energiewende im Verkehr zu beschleunigen. "In den kommenden Jahren wird weltweit die Nachfrage nach emissionsfreien Fahrzeugen massiv steigen. Das Exportland Österreich sollte ein Frontrunner sein, um in der Zulieferindustrie nicht nur Jobs zu sichern, sondern um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wer auf alte Technologien setzt und bei nötigen Veränderungen blockiert, agiert nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht fahrlässig. Wer auf Änderungen zu spät reagiert, den bestraft der Weltmarkt und gefährdet auf lange Sicht viele Arbeitsplätze", stellt Rasmussen fest.

Allein der hohe Spritverbrauch des Verkehrs hat dazu geführt, dass Österreich seit dem Jahr 2010 Erdöl im Ausmaß von über 40 Milliarden Euro importieren musste. Die Energie für E-Fahrzeuge kann Österreich dank Sonne, Wind und Wasser als Energiequellen für den Strom selber herstellen.


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