© Matthias Eckkrammer, DIE UMWELTBERATUNG
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Ned deppert: Bier aus Mehrwegflaschen

DIE UMWELTBERATUNG empfiehlt Mehrweg, Bio und Fairness für die WM-Verpflegung.

So ein sportlicher Abend vorm Fernseher braucht entsprechende Stärkung. Die sportliche Fairness spiegelt sich am Couchtisch wider, wenn Knabbergebäck aus fairem Handel und biologischem Anbau und Bier in Mehrwegflaschen kredenzt werden. Von Dosenbier und kleinen Einwegflaschen für die WM-Verpflegung rät DIE UMWELTBERATUNG ab. Einen guten Überblick, welche Getränkeverpackungen nachhaltig und weniger nachhaltig sind, gibt DIE UMWELTBERATUNG im Infoblatt „Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand“ auf www.umweltberatung.at/gvp.


Im Match um die ökologischste Verpackung für das edle Hopfengebräu gewinnt eindeutig die Mehrweg-Glasflasche. Bier in Dosen schneidet ökologisch sehr schlecht ab. Aus kleinen Einwegglasflaschen ist es sogar noch schlechter fürs Klima! „Bierdosen sind ca. 3-mal klimaschädlicher als regionales Bier in Mehrwegflaschen. Und die kleinen Einwegglasflaschen, die oft irrtümlich als umweltfreundlich angesehen werden, verursachen sogar ca. 4-5-mal mehr Treibhausgasemissionen als Mehrwegflaschen“, erklärt Mag. Elmar Schwarzlmüller, Ressourcenexperte von DIE UMWELTBERATUNG.

Glasflaschen verdienen mehr als Recycling

Glas hat zu Recht den Ruf eines hochwertigen Verpackungsmaterials und viele BiertrinkerInnen in Österreich schwören auf die Glasflasche. Umweltfreundlich ist diese allerdings nur im Mehrwegsystem. Einwegglasflaschen können zwar auch recycelt werden, dennoch wird dabei jede Flasche wieder neu erzeugt und das braucht viel Energie. Eine Glasflasche einzuschmelzen und neu zu formen ist energieintensiver, als sie gründlich auszuwaschen.

Oft wird entgegengehalten, dass Mehrwegflaschen ja wieder zum Abfüller zurücktransportiert werden müssen. Das stimmt, gilt aber genauso für Einwegflaschen, nur machen diese dabei noch den Umweg zum Glaswerk, wo die alten Flaschen eingeschmolzen und neue Flaschen für die Abfüller produziert werden. Ökobilanzen zeigen es ganz klar: Glasflaschen sind nur als Mehrwegflaschen wirklich umweltfreundlich. Sie sind ein hochwertiges Produkt, das es sich verdient hat, nicht „nur“ recycelt, sondern richtig wiederverwendet zu werden.

Faire Bio-Knabberei – auch selbst gemacht

Nüsse aus fairem Handel und Knabbergebäck aus biologischer Landwirtschaft bringen Fairplay in ökologischer und sozialer Hinsicht. Eine kostengünstige und köstliche Alternative sind selbst gemachte Brotchips oder Potato Wedges aus dem Backrohr.

Rezept Brotchips:

Altes Brot ist zu schade zum Wegwerfen! Einfach in dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl und Knoblauch knusprig braten – fertig sind die Brotchips.

Rezept Potato Wedges:

1 kg festkochende Bio-Erdäpfel
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
1 EL Paprika, edelsüß
Reichlich frische Kräuter: Rosmarin, Oregano, Thymian, Schnittlauch
Salz, Pfeffer.
Erdäpfel waschen, in grobe Spalten schneiden und auf einem Blech verteilen. Kräuter und Knoblauch fein hacken, mit Öl und Gewürzen vermengen und gut mit den Erdäpfelspalten vermischen. Bei 180°C circa 45 Minuten knusprig backen.

Information
Im Infoblatt „Getränkeverpackungen auf dem Prüfstand“ stellt DIE UMWELTBERATUNG die ökologischen Auswirkungen von Getränkeverpackungen dar. Kostenloser Download auf www.umweltberatung.at.

Rezepte für selbst gebackene Potato Wedges, Käsestangerl und Brotchips bietet DIE UMWELTBERATUNG auf www.umweltberatung.at/rezepte.



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Weitere Infos: Die Umweltberatung

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