© PIRO4D - pixabay.com
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Pariser Klimaziele: Mindestens 60% Elektrifizierung der gesamten Wirtschaft der EU ein Muss

Verlagerung der Elektrizität in Verkehr und weitere Bereiche notwendig

Entscheidende Maßnahmen gegen den Klimawandel sind notwendig, um die im Pariser Abkommen festgelegten Ziele zu erreichen, und dies erfordert große Verlagerung auf Elektrizität in Verkehr, Gebäuden und Industrie in der EU. Dies ist das Schlüsselergebnis von
"Dekarbonisierungswege", einer neue Studie von Eurelectric, Branchenverband der europäischen E-Wirtschaft, die bei einer Pressekonferenz in Ljubljana, Slowenien, vorgestellt wurde. Die Studie deckt 100% des Endenergieverbrauchs in der EU ab und zeigt eine enge Verbindung zwischen der Elektrifizierung und starker Entkarbonisierung. Damit die EU bis zum Jahr 2050 eine Emissionsreduktion von 95% erreichen kann, muss mindestens 60% des Endenergieverbrauchs mit Strom gedeckt werden . Dies ist mit einem Anstieg des EU-Stromverbrauchs um jeweils 1,5% gegenüber dem Vorjahr erreichbar. Gleichzeitig muss jedoch der Energieverbrauch der EU jährlich um 1,3% gesenkt werden.
"Durch die Nutzung von kostengünstigen erneuerbaren Energien und Speicherentwicklungen kann Strom zur Reduktion von Treibhausgasemissionen in allen Sektoren führen, wodurch die EU-Wirtschaft sauberer und wettbewerbsfähiger wird.
Die europäischen Institutionen spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Politik zur Dekarbonisierung, daher müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden um den Übergang zu einem stärker elektrifizierten Energieszenario zu fördern ", sagte Francesco Starace, Eurelectric Präsident und CEO von Enel.

Die vollständige Dekarbonisierung der EU bis 2050 würde einen Elektrifizierungsanteil von 63% im Verkehr und Gebäudebereich erfordern bzw. 50% in industriellen Prozessen.
Die EU-Länder - in Bezug auf Energiemix, wirtschaftliche Situation und industrielle Aktivitäten - werden andere Anforderungen stellen müssen. sowohl in den Wegen als auch im Ausmaß ihrer Bemühungen. In Polen zum Beispiel wird eine entsprechende Dekarbonisierung stark von der kommerzielle Verfügbarkeit von Schlüsseltechnologien abhängen.
"Eine starje Dekarbonisierung erfordert beispiellose Anstrengungen. Der politische Fokus auf die Gestaltung eines fairen Übergangs und Verlassen des Raum für regionale Nuancen wird der Schlüssel zum Erfolg sein ", sagte Kristian Ruby, Generalsekretär von Eurelectric.

Die Analyse ist das Ergebnis eines umfassenden Konsultationsprozesses mit Elektrizitätsunternehmen und der Industrie, mit deren Vertretern aus ganz Europa, und wurde mit analytischer Unterstützung von McKinsey & Company durchgeführt.

Vorgestellt wurde auch noch eine Visionserklärung des europäischen Stromsektors vom letzten Dezember, in der sich der Verband zur Arbeit für eine beschleunigte Energiewende und einen CO2-neutralen Stromsektor weit vor 2050 verpflichtet hat. Eurelectric will dazu noch eine Reihe von detaillierten Varianten untersuchen, um die CO2-Neutralität des Energiesektors schon lange vor 2050 zu erreichen. Die gesamte Studie trägt zur Debatte über die langfristige Klimastrategie für die EU wesentlich bei.


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