©  Christopher Glanzl - GLOBAL 2000 / AKTION bei der OMV-Hauptversammlung
© Christopher Glanzl - GLOBAL 2000 / AKTION bei der OMV-Hauptversammlung

OMV muss Unterstützung für Initiative "Heizen mit Öl" endlich beenden

UmweltschützerInnen protestieren vor OMV-Hauptversammlung gegen rückwärtsgewandte und unsoziale Energiepolitik des Ölkonzerns.

Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 protestierte gestern vor der Hauptversammlung der OMV gegen die finanzielle Unterstützung der Initiative "Heizen mit Öl" durch den Ölkonzern. AktivistInnen von GLOBAL 2000 bauen dabei eine schmutzige Ölheizung vor der Messe Wien auf und zeigen angekettete KonsumentInnen, die sich auf Jahrzehnte abhängig von Öllieferungen machen.* Die UmweltschützerInnen wollen so auf die nicht länger verdeckten Aktivitäten des Ölkonzerns aufmerksam machen. "Wer den BürgerInnen heute noch den Einbau von neuen Ölheizungen einredet, der handelt rückwärtsgewandt, klimaschädlich und unsozial", betont Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. "Herr Vorstandsvorsitzender Rainer Seele, wir appellieren an Sie: Beenden Sie die Geldflüsse an die Initiative "Heizen mit Öl" hier und heute mit sofortiger Wirkung und investieren Sie stattdessen in eine nachhaltige Energiezukunft!"

Erst vor wenigen Wochen war nach einer Recherche von GLOBAL 2000 publik geworden, dass die OMV der wichtigste Geldgeber der Initiative "Heizen mit Öl" ist. Bis dahin war nicht öffentlich bekannt, wer hinter der Initiative steht, die offen eine Werbekampagne für den Einbau von neuen Ölheizungen fährt und angibt, bis heuer 50.000 Ölheizungen finanziell gefördert zu haben. Obwohl es das klimaschädlichste derzeit am Markt befindliche Heizgerät ist, wird nicht davor zurückgeschreckt, das als Klimaschutzinitiative zu bewerben. "Die Aktivitäten der OMV stehen in krassem Widerspruch zu unseren Klimazielen und zum Beschluss der Bundesregierung, aus Ölheizungen auszusteigen. Erst letzte Woche wurde beim Austrian World Summit auf Einladung von Arnold Schwarzenegger auf höchster Ebene diskutiert, wie wir beim Klimaschutz vorankommen können. Doch anstatt selber Teil der Lösung zu werden, stellt uns OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele mit der Unterstützung dieser Aktion noch ein Bein und behindert die ohnehin viel zu schwachen Klimaschutzbemühungen Österreichs", sagt Wahlmüller.

Eine Studie der TU Wien errechnete, dass es für Haushalte zu Mehrkosten von 1.800 Euro pro Jahr kommt, wenn sich wieder Ölpreise wie vor einigen Jahren einstellen. Klimaschonende und kostengünstige Alternativen sind hingegen vorhanden.* Auf Initiative von GLOBAL 2000 wandten sich letzte Woche 21 Organisationen und hochrangige RepräsentantInnen in einem offenen Brief an OMV-Vorstandsvorsitzenden Rainer Seele und forderten ihn auf, diese klimaschädlichen Aktivitäten endlich einzustellen. "OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele muss die klimaschädliche Förderung von Ölheizungen endlich einstellen. Wer heute noch eine neue Ölheizung einbaut, macht sich auf Jahrzehnte abhängig von Energielieferungen aus Krisenländern. Dass die Initiative "Heizen mit Öl" das auch noch fördert ist klimaschädlich und unsozial", betont Wahlmüller abschließend.



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