© Brandstätter Verlag
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Schwarzbuch Alpen

Warum wir unsere Berge retten müssen - Ein OEKONEWS-Buchtipp

Die Alpen ziehen sich quer durch Europa und sind als wildnisnaher Lebenraum besonders wichtig. Das ist aber nicht alles: Sie sind gleichzeitig das touristisch am intensivsten erschlossene Gebirge der Erde. Es gibt kaum eine andere Gebirgsregion, die dichter besiedelt ist und intensiver wirtschaftlich genutzt wird. Die Alpen stehen für Schitourismus und Autoausflüge wie sonst kein Gebirge. Trotzdem - oder gerade deswegen, sind sie gefährdet. Klimawandel und noch mehr Erschließung der alpinen Naturlandschaften bringen sie unter Druck. Weiter wie bisher geht eigentlich nicht: Mehr Tourismus, größere Industrialisierung der Bewirtschaftung, das ist der falsche Weg, wie Autor Matthias Schickhofer aufzeigt. Er bereist bereits seit seiner Kindheit die Alpen und weiß daher, wie massiv die Veränderungen in die Landschaft eingreifen. Pistenerweiterungen, Seilbahnen, Straßen, Zersiedelung und mehr. Wie sehen Alternativen aus, die auch wirtschaftlich Sinn machen? Gibt es diese? Die Alpen brauchen einen Systemwechsel, soviel schein fix.

Es gibt auch bereits positive Beispiele, wie z.B. Angebote zur autofreien Mobilität im Urlaub, es muss nicht alpine Gigantonomie sein. Matthias Schickhofer setzt mit seinem Buch ein klares Plädoyer für einen nachhaltigen und damit zukunftsfähige Pfade mit dem Alpenraum.
Nicht nur "Macher" des alten Systems dürfen über die Zukunft entscheiden, sondern es sind die Pioniere, die wahre und mutige Leader eines richtigen Weges für die Alpen sind. Matthias Schickhofer bringt dies, wie auch die negativen Bespiele, in vielen Details auf den Punkt. Darum können wir das Buch allen empfehlen, denen die Alpen als Lebensraum, als naturnahe Landschaft, als Erholungsraum und mehr ein wirkliches Anliegen sind.


Schwarzbuch Alpen
Warum wir unsere Berge retten müssen
Autor: Matthias Schickhofer



ISBN978-3-7106-0165-1
Hardcover mit Schutzumschlag
auch als E-Book erhältlich en" von Matthias Schickhofer


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