© Boris Gabescekc/ Gemeiner Schneeball
© Boris Gabescekc/ Gemeiner Schneeball

Der Strauch des Monats Jänner ist der Gemeine Schneeball

Der Gemeine Schneeball liebt feuchte Standorte mit nährstoffreichen Böden.

Häufig ist er in Laub- und Auwäldern, an Bachufern und Waldrändern zu finden. Er ist unempfindlich gegen Überflutung und Bodenverdichtung, weshalb er auch Wasserholler genannt wird.

Da er Nahrung, Nist- und Versteckmöglichkeiten bietet, ist er bei Vögeln das ganze Jahr über beliebt. Der stark verzweigte, rasch-wüchsige, sommergrüne Strauch wird bis vier Meter hoch. Seine großen weißen Blütenstände blühen von Mai bis August. Diese sogenannten ‚Trugdolden‘, deren äußerer Blütenkranz unfruchtbar ist, ziehen viele Insekten an, von denen dann auch die inneren unscheinbaren fruchtbaren Blüten bestäubt
werden. Der Blütenstand des gemeinen Schneeballs ist flach. Der deutsche Name der Pflanze kommt von der Zierform mit ihren kugeligen Blütenköpfen.

Aufgrund der auffallenden Beeren wird der Schneeball auch Herzbeere, Blutbeere und Glasbeere genannt. Der Gemeine Schneeball und der ebenfalls heimische Wollige
Schneeball finden sich oft als Ziersträucher in Gärten und Parkanlagen.

Spätestens im September hängen die glänzenden, roten Steinfrüchte an den Zweigen. Für Menschen ungenießbar, werden sie auch von Tieren so lange verschmäht, bis sie entweder durch Frosteinwirkung genießbar sind oder andere Nahrung ausgegangen ist. Daher bleiben
sie oft im Winter noch getrocknet an den Zweigen und sind dann in Notzeiten willkommene Vogelnahrung.

Blütenstand: Nach dem Laubaustrieb im Mai und Juni erscheinen bis 10 cm große, flache Trugdolden mit fünfzähligen, weißen, duftenden Blüten. Ein äußerer Kranz aus großeren sterilen ‚Lockblüten‘ umgibt die wesentlich kleineren, glockenförmigen, fruchtbaren Zwitterblüten.

Frucht & Samen: Im August erscheinen langgestielte erbsengroße, glasig rot glänzende Beeren. Die saftigen Steinfrüchte sind für Menschen giftig, aber begehrtes Winterfutter für Vögel.

Habitus: Sommergrüner, buschig ausladender Strauch mit langen, dünnen, leicht gebogenen Zweigen und handförmigen, bis zu 12 cm großen ahornähnlichen,
drei bis fünflappigen Blättern, rasch wüchsig, je nach Standort 2 bis 4 m hoch.
Standort: Eher wärmeliebend, in fast ganz Europa von der Ebene bis in mittlere Gebirgslagen (1.100 m) in Auwäldern, an Bachufern und Gebüschen, bevorzugt
feuchte und frische Standorte mit nährstoff- und basenreichen Lehm- und Tonböden, verträgt Schatten und kurzzeitige Überflutungen. Hitze und Trockenheit bereiten dem Schneeball Stress.
Besonderheiten: Wird gerne als Duftpflanze in Gärten,
Wildhecken und in Gruppen an Teichen und Bächen gepflanzt.
Der Flachwurzler bildet intensiv Ausläufer und
findet Verwendung für Böschungsbefestigungen.

Naturschutzbund, Jänner 2017
Quellen: Katharina Meidinger, Bund Naturschutz, Heckipedia


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