© BAIC / Elektroauto von BAIC
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China: Weiterhin Vorfahrt für Elektroautos

Verlängerung der Vergünstigungen bis Ende 2020 - Entwicklungen fördern gleichzeitig weltweiten E-Fahrzeugmarkt

Es gibt immer mehr Elektroautos. Noch nie wurden weltweit soviele E-Fahrzeuge wie 2017 verkauft. Aber immer noch sind sie etwas teurer als fossile Fahrzeuge, daher sind im Moment noch Subventionen notwendig. Nun hat Chinas Regierung angekündigt, sämtliche Vorteile für E-Fahrzeugkäufer bis 2020 zu verlängern. Gleichzeitig sollen Innovationen im E-Mobilitätsbereich weiter unterstützt werden. Das ist ein gutes Signal, denn China ist derzeit der weltweit größte Markt für Elektroautos. 649.000 Elektroautos fahren (per Ende 2016) bereits auf Chinas Straßen. E-Fahrzeuge, auch zweirädrige, von denen Millionen in China unterwegs sind, gelten als eine Möglichkeit, die Luftverschmutzung einzudämmen. Gleichzeitig sind in vielen größeren Städten Chinas Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren bereits aus den Innenstädten verbannt. BYD mag manchen E-Fahrzeugfans in Europa noch ein Begriff sein, weitere E-Fahrzeugerzeuger, wie z.B. BAIC und JAC, sind bei uns weitgehend unbekannt.

China gilt als Leitmarkt für E-Mobilität, die größten Elektroautobusflotten fahren ebenfalls in China. BYD hat, nach eigenen Angaben, bereits mehr als 10.000 Elektroautobusse gebaut und ausgeliefert. BYD denkt jedoch weltweit weiter: Im April dieses Jahres wurde in Ungarn ein Werk für Elektroautobusse eröffnet, 2018 soll ein weiteres Werk in Frankreich in Betrieb gehen, dass 200 E-Busse per Jahr erzeugen kann. Die Alexander Dennis Ltd. aus Schottland, weltgrößter Doppeldeckerbuserzeuger, stellt in Kooperation mit BYD ebenfalls E-Busse her, von denen einige bereits in Liverpool und in London fahren. Außerdem soll ein Werk in Marokko errichtet werden. Es wird spannend, weitere Märkte für chinesische E-Fahrzeuge sind im Kommen, nicht nur in China, soviel ist fix.

Vorteilhaft ist dies für die globale Produktion von E-Fahrzeugen, denn die raschen Entwicklungen lassen die Elektrofahrzeuge langsam aber sicher günstiger werden, und zwar weltweit, nicht nur in China, sondern gleichzeitig in den USA und in Europa.


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