© WKÖ/v.l.: Stephan Schwarzer/WKÖ, Christoph Schneeweiß/RHIMAGNESITA, Hermine Dimitroff-Regatschnig/Kursmanagerin,Martin Kotrbelec/TPA Ges. für Qualitätssicherung u. Innovation GmbH), Wolfgang Wiesauer/Steir.Tierkörperverwertungsges.
© WKÖ/v.l.: Stephan Schwarzer/WKÖ, Christoph Schneeweiß/RHIMAGNESITA, Hermine Dimitroff-Regatschnig/Kursmanagerin,Martin Kotrbelec/TPA Ges. für Qualitätssicherung u. Innovation GmbH), Wolfgang Wiesauer/Steir.Tierkörperverwertungsges.

EUREM: Österreichische Erfolge beim internationalen Energiemanagement-Contest in Laibach

Zwei von elf Awards gehen nach Österreich – RHIMAGNESITA und steirische Tierkörperverwertungsgesellschaft gewinnen Bronzemedaillen

Wien - Österreichische Unternehmen konnten auch heuer wieder beim internationalen EUREM-Award für herausragende Energieeffizienzprojekte Erfolge einfahren. RHIMAGNESITA belegte für die Prozessoptimierung des Tunnelofens in Radenthein den dritten Platz in der Kategorie Mittelgroß. Ohne Investitionsaufwand konnten damit 3.500 Megawattstunden (MWH) pro Jahr eingespart werden, gleichzeitig sanken die Treibhausgasemissionen um 832 Tonnen pro Jahr. Den Preis nahm Energiemanager Christoph Schneeweiß in Empfang, dessen Projektvorstellung großen Anklang fand.

In der Kategorie Klein (gemessen an der Mitarbeiterzahl des Standorts) kam die steirische Tierkörperverwertungsgesellschaft auf einen Stockerlplatz. Das von Wolfgang Wiesauer ausgearbeitete Abwärmerückgewinnungsprojekt (kombiniert mit Wärmeversorgung der Nachbarschaft) reduziert den Energieverbrauch in Regau um 22.150 MWH und die Treibhausgasemissionen um fast 8.000 Tonnen (jeweils per anno) – Einsparungen in diesem Ausmaß haben Seltenheitswert.

Die übrigen Spitzenplätze wurden slowakischen, tschechischen, kroatischen und deutschen Projekten sowie an Absolventen des slowenischen Josef-Stefan-Instituts, des Gastgebers, zuerkannt. Diese breite Streuung unterstreicht, dass die 2004 ins Leben gerufene EUREM-Initiative in mittel- und osteuropäischen Ländern einen enormen Innovationsschub erzeugt hat, der sich in Zahlen und Daten niederschlägt.


WKÖ-Experte Stephan Schwarzer, Vice-Chairman der EUREM-Gruppe, gratulierte den beiden österreichischen Preisträgern zu ihren hervorragenden Leistungen und dankte ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz für die österreichische Wirtschaft. Beide haben ihre nunmehr preisgekrönten Projekte im Rahmen des in der WKÖ stattfindenden dreizehntägigen EUREM-Trainingsprogramms entwickelt.

EUREM steht für „Europäischer Energiemanager“, die Lehrgänge laufen seit 2004 in der WKÖ und haben sich zu einer österreichweiten Erfolgsgeschichte entwickelt hat. Die österreichische EUREM-Community wächst an den Standorten Wien, Graz und Vorarlberg kontinuierlich und umfasst bereits 725 diplomierte Energiemanager. Sehr gefragt ist das europäische Qualitätsprodukt EUREM auch in Südamerika, wovon die Auszeichnung eines chilenischen Brauereiprojekts mit einem EUREM-Award zeugt.

Das nächste Jahr steht im Zeichen der Einführung des EUREM-Lehrgangs in fünf weiteren Ländern Südosteuropas und des Baltikums. Weltweit haben bereits rund 5000 Energiemanager EUREM-Diplome erworben.


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