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Startschuss für Europäische Bürgerinitiave gegen Glyphosat

Breite Koalition fordert Aus von Glyphosat, Transparenz im Zulassungsverfahren und Reduktion des Pestizideinsatzes

Wien/Brüssel – GLOBAL 2000 und sechs weitere europäische Organisationen rufen zur Teilnahme an einer europäischen Bürgerinitiative auf. Die Forderungen sind ein Verbot von Glyphosat, Transparenz und Unabhängigkeit im Zulassungsverfahren sowie verbindliche Reduktionsziele für den Pestizideinsatz in der EU.

‘Durch die WHO-Krebsforschungsagentur wissen wir, dass bereits die ersten Krebsstudien von Monsanto Anfang der 1980er Jahre gezeigt haben, dass Glyphosat krebserregend ist’, erklärt Helmut Burtscher, Biochemiker von GLOBAL 2000: ‘Da die Zulassungsverfahren den Herstellern die Geheimhaltung dieser Studien sowie deren Bewertung erlauben, blieb die krebserregende Wirkung von Glyphosat drei Jahrzehnte lang verborgen. Im Jahr 2015 klassifizierte die WHO Glyphosat letztendlich als ‘wahrscheinlich krebserregend für den Menschen’.’

Die europäische Bürgerinitiative (ECI) wird von einer breiten Allianz verschiedener Organisationen getragen: Neben der für Österreich verantwortlich zeichnenden Organisation GLOBAL 2000 beteiligen sich bislang 38 Organisationen aus 15 Ländern, die sich für Umwelt und Gesundheit einsetzen. Unterstützt von den BürgerInnen der Union wollen wir gemeinsam die europäische Kommission dazu bewegen, den anhaltenden Streit um Glyphosat endlich mit einem Verbot zu beenden und die Gesundheit der BürgerInnen vor die Interessen von multinationalen Konzernen zu stellen.

Burtscher abschließend: ‘Die EU-Gesetze verlangen ein hohes Schutzniveau für Menschen und Umwelt vor gefährlichen Pestiziden. Ein Zulassungsverfahren, das auf geheimen Industrie-finanzierten Studien basiert, untergräbt dieses Ziel, wie wir am Beispiel Glyphosat erkennen können. Gemeinsam mit den BürgerInnen Europas wollen wir das ändern.’


Eine europäische Bürgerinitiative (EBI – Europäische Bürger-Initiative) ist ein demokratisches Werkzeug, das es den BürgerInnen der EU ermöglicht, an Entscheidungen der EU teilzunehmen. Werden 1,000.000 Unterschriften erreicht, muss sich die Europäische Kommission mit dem Anliegen der EBI beschäftigen. Die EBI für den Stop von Glyphosat endet am 25. Januar 2018. Nachdem die europäische Kommission allerdings noch 2017 über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat verhandeln will, streben die Organisatoren der EBI an, die nötigen Unterzeichnungen schon vor dem Sommer 2017 zu erreichen.

Teilnahme: www.global2000.at/stop-glyphosat



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