© Marko Kovic
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„Klima-Bonus“ Idee: Auszeichnung von Martin Krill durch WKO-Präsident Leitl

Analog zum „Handwerker-Bonus“ sollen Private die Mehrwertsteuer auf Klimaschutzinvestitionen zurück erhalten.

Im März startete die Wirtschaftskammer den Ideen-Wettbewerb ‘Hopp Auf!’ - www.hoppauf.at. Es konnten Vorschläge eingereicht werden, wie der Standort Österreich wieder verbessert werden kann. Diese wurden dann einem Online-Voting und folglich der Bewertung durch eine Expertenjury unterzogen, und die besten 50 der insgesamt 521 eingereichten Vorschläge wurden am 1. Dezember von Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und dem Rechnungshofpräsidenten a.D. Josef Moser im Rahmen eines Festakts prämiert.
Darunter auch die Idee eines ‘Klima-Bonus’ von Martin Krill, langjähriger Akteur in der Erneuerbaren Energie-Szene und Geschäftsführer von PROFES.

Worum geht es

Beim ‘Handwerker-Bonus’ erhalten Private für Handwerker-Dienstleistungen durch simples Einreichen von entsprechenden Rechnungen die MWSt. retour. Das könnte auch auf Klimaschutz-Investitionen übertragen werden durch einen analogen ‘Klima-Bonus’.
Martin Krill: ‘Viele Leute würden gerne mit ihrem Geld, das oft unverzinst am Konto herumliegt, etwas Sinnvolles tun und zum Klimaschutz beitragen. Mit einem Anreiz des Staates, indem er bei klimarelevanten Investitionen auf die Einnahme der MWSt. verzichtet, könnten somit Millionen Euro an privaten Investitionen in die heimische Wirtschaft und zum Wohl unserer Umwelt ausgelöst werden.’ Krill denkt dabei u.a. an Investitionen in Biomassekessel, thermische Solaranlagen, PV-Anlagen, Elektromobilität oder Wärmedämmmaßnahmen. ‘In Summe bringt das auch für den Staat Vorteile: Der Großteil des Geldes wird in Österreich investiert, es werden von den Betrieben Steuern und Abgaben gezahlt, der Arbeitslosigkeit kann entgegen gewirkt werden. Viele Investitionen würden ohne einen Anreiz gar nicht getätigt (siehe die aktuelle Flaute bei den thermischen Solaranlagen), somit zählt auch das Argument nicht, dass der Staat überall die MWSt verliert – er hätte sie sonst ja auch nicht erhalten.’
Na und so ‘nebenbei’ würden diese Maßnahmen dazu beitragen, dass Österreich seine in Paris 2015 zugesagten Klimaschutzverpflichtungen erfüllen kann. Krill hofft, dass diese Maßnahme nicht nur prämiert, sondern auch von der Politik umgesetzt wird. Detailgespräche mit Vertretern der WKO hat Krill jedenfalls bereits geführt.
Wir gratulieren Martin Krill recht herzlich zu seinem innovativen Vorschlag, seiner Auszeichnung und hoffen bald von einer Einführung berichten zu können!
Auf anderer Front kämpft er als Aktionär gerade gegen das von der Firma oekostrom AG neu eingeführte Erdgasprodukt ‘gas future’, dem er ‘no future’ gibt.



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