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Politische Forderung: Jedem Dach sein Kraftwerk

Wer in einer Wohnung wohnt, sollte das juristisch verankerte Recht auf eine Solaranlage erhalten. Anders wird die Energiewende in Städten wie Wien nicht umsetzbar sein. Eine Ansichtssache von Lukas Pawek, oekonews-Herausgeber

© PV Austria
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Für Häuslbauer ist die Energiewende mittlerweile ein leichtes Spiel. Neue Häuser ohne Solarstromanlage am Dach werden in nicht allzu ferner Zukunft als nicht mehr zeitgemäß angesehen werden, wie die aktuellen Ausbauzahlen des "PV Austria"-Verbandes zeigen. Sei es aus dem tief verwurzelten Wunsch nach Unabhängigkeit und Sicherheit oder aus einem Umweltschutzgedanken heraus. Fix ist: Photovoltaikanlagen boomen. Zumindest am Land. In Wien ist gerade einmal ein Fünftel der Leistung von Oberösterreich, der Steiermark oder Niederösterreich installiert (s. Bild). Als bevölkerungsstärkstes Bundesland ist das wenig verwunderlich, denn der Platz ist beschränkt, nicht aber der Wunsch der Bevölkerung nach einer sauberen Energieerzeugung. Das Problem sind die rechtlichen Möglichkeiten. Gleich zwei Bürgerinitiativen im 2. Bezirk sind der oekonews-Redaktion bekannt, die für Solarstromanlagen auf den Dächern der GESIBA kämpfen. Bisher kam jedoch nur eine ablehnende Haltung seitens der Hausverwaltung. Um hier die Menschen zu unterstützen, braucht es ein juristisch verankertes Recht auf die Installation eines Solarkraftwerks am Hausdach einer Wohnung. Besonders leicht ließe sich diese Forderung in den Wiener Gemeindebauwohnungen durchsetzen, die von mehr als einem Viertel der Wiener Bevölkerung bewohnt werden. Es muss ein Recht geben, saubere Energie zu produzieren. Oder, wie es der Solar-Aktivist Michael Sigmund einmal ausgedrückt hat: "Jedem Dach sein Kraftwerk". Diese Forderung wäre ein bahnbrechender Schritt, den wir gehen müssen, um die Energiewende bald zu realisieren.

Mail an: SPÖ-Bgm. Michael Häupl:
Mail an: Grüne-Vize-Bgm. Maria Vassilakou:
Mail an: HC Strache (FPÖ):
Mail an: Gernot Blümel (ÖVP):
Mail an: Beate Meinl-Reisinger (NEOS):


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