© Greenpeace.ch / Protest in der Schweiz
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Ein gemeinsames Zeichen gegen Atomkraft

Aktion beendet: Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten setzen ein klares Zeichen für ein Europa ohne Uralt-Reaktoren

Zürich/Döttingen -. Rund 100 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten in der Schweiz und 240 europaweit haben gestern mit Bannern, Projektionen und Gleitschirmen «The End» der Uralt-Reaktoren gefordert. Die friedliche Protestaktion beim ältesten Reaktor der Welt in Beznau dauerte den ganzen Tag, am Abend verliessen auch die letzten Kletterer das Gelände des Atomkraftwerkes: zum Teil freiwillig, zum Teil wurden sie geräumt.

«Die Aktivistinnen und Aktivisten haben ihr Hauptziel erreicht: die altersbedingten Risiken des Altreaktors Beznau dort aufzuzeigen, wo sie sind», sagt der Atomcampaigner von Greenpeace Schweiz Florian Kasser. «Die Konsequenzen eines Atomunfalls würde aber die ganze Bevölkerung tragen, und nun gilt es weiterhin Druck auf die Politik auszuüben».

Studien des ehemaligen Leiters der deutschen Aufsichtsbehörde Dieter Majer sowie des renommierten Öko-Instituts in Darmstadt zeigen deutlich, dass alternde Atomkraftwerke nicht nur ein Relikt der Vergangenheit sind, sondern auch die Zukunft des Kontinents beträchtlich gefährden. Es ist deshalb nichts anderes als ein Gebot der Vernunft, auf Erneuerbare Energien zu setzen.

In diesem Sinne bleibt der Atomausstieg der Schweiz und auch in manchen anderen europäischen Ländern bislang noch auf der Strecke: «Es werden zwar aus Sicherheitsgründen in der Schweiz keine neue AKW mehr gebaut, die Altreaktoren aber bis Gehtnichtmehr am Netz gehalten und die Sicherheitsdefizite dadurch noch erhöht», sagt Kasser. «Diesem Sicherheitsparadox muss ein Ende gesetzt werden – mit einer Laufzeitbeschränkung von 40 Jahren für alle AKW in der Schweiz».



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