© Martin Litschauer
© Martin Litschauer

Eurosolar Austria: Energieautarke Hausversorgungen als Antwort auf Stromausfälle

Wohnbauförderung auch für autarke Stromversorgungsanlagen auf Basis Erneuerbarer Energie!

© Martin Litschauer
© Martin Litschauer
© Eurosolar Austria
© Eurosolar Austria

Der Störfall im November des Vorjahres im deutschen Hochspannungsnetz, die Hochwasser der letzten Jahre aber auch die Stürme und zu letzt auch der Orkan, der über Österreich gezogen ist, haben gezeigt, dass unsere Stromversorgung sehr anfällig ist, besonders dann wenn Trafos und Überland- bzw. Hochspannungsleitungen auf Grund von Schäden ausfallen. Die Folge sind oft Ortschaften, die vollkommen ohne Strom dastehen.

Dezentrale Energieerzeugung erhöht Versorgungssicherheit und ist Teil der Energiewende

Dass dies nicht so sein muss, zeigt Johann Robak aus Reinolz (nördl. Waldviertel), der eine netzgekoppelte Inselfähige Photovoltaikanlage vom PAN Ökoteam besitzt. Diese Solarstromanlage produziert Strom aus Sonnenlicht und gibt diesen an die Verbraucher im Haus ab, gleichzeitig wird damit ein Batteriesatz aufgeladen. Sobald die Batterien vollständig aufgeladen sind, wird der überschüssige Strom ins öffentliche Stromnetz abgegeben (verkauft). In den Nachtstunden kann der Strom für das Haus von Herrn Robak wahlweise von den Batterien oder vom öffentlichen Stromnetz entnommen werden.

Automatische Umschaltung auf Inselbetrieb bei Netzausfall

Wenn es zu einem Ausfall des öffentlichen Netzes kommt, schaltet die Anlage automatisch in den Inselbetrieb und versorgt das Haus aus den Batterien und aus der Photovoltaikanlage und vom kleinen Windrad, das Herr Robak parallel zur Solarstromanlage betreibt. Das Umschalten ist im Haus eigentlich nicht bemerkbar, außer dass es an der Anlage angezeigt wird. Auf diese Weise ist Robak im Fall eines Stromausfalles im öffentlichen Netz meist auf Nachbarn und Zeitungen angewiesen, um davon zu erfahren, er selber bemerkt diese nicht mehr und braucht sich vor abgerissenen Stromleitungen und Kraftwerksschäden nicht mehr fürchten.

Energieautarke Stromversorgung als Baustein der Wohnbauförderung

Mit derartigen Anlagen können zum Beispiel Passivhäuser zu Plusenergiehäusern (produzieren mehr Energie als sie verbrauchen) werden und sind ein wichtiger Bestandteil der notwendigen Energiewende zu Erneuerbaren Energie. Auch Feuerwehrhäuser, Rot-Kreuz-Stellen, Polizeidienststellen, Bundesheerkasernen und Katastrophenzentren sollten mit derartigen autarken Systemen ausgestattet werden, so Ing. Martin Litschauer von Eurosolar Austria. Für den Wohnbau fordern wir, dass derartige autarke Systeme auf Basis Erneuerbarer Energie aus den Mitteln der Wohnbauförderung unterstützt werden. Eine nicht rückzahlbare Förderung von 5.000 Euro bei der Installation eines solchen Systems ist der richtige Schritt, um Österreich versorgungssicherer zu machen und gleichzeitig Schäden durch Stromausfälle (Kühlgut,…) zu verringern. Hinzu kommt, dass ein größerer Anteil an Photovoltaikanlagen das Stromangebot zu den Hauptabnehmerzeiten erhöht, was den Preis für Spitzenstrom nach unten treibt und damit auch positive Auswirkungen für die Stromkunden hat. Die Technik ist ausgereift, Wechselrichter, Module und anderes Zubehör ist von österreichischen Firmen zu bekommen, dass schafft auch weitere Arbeitsplätze, so Litschauer abschließend. Auch aus Zivilschutzgründen sollten rasch 2 m² pro Einwohner installiert werden.



Verwandte Artikel:


Artikel Online geschalten von: / litschauer /