© Martin Litschauer
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Energie-Stammtisch besucht Vorzeige-Solarstromanlage in Reinolz

Photovoltaik – sichere Stromversorgung, auch wenn das Stromnetz ausfällt!

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Am Donnerstag, den 4.5.2006 besuchte der Waldviertler Energie-Stammtisch die Familie Robak in Reinolz (Bezirk Waidhofen/Thaya) und besichtigte die netzunabhängige Stromversorgung des Hauses.

In 3 Hunderstelsekunden wird auf Eigenversorgung umgeschaltet

Mit einer 1,8 kWp Solarstromanlage und einem kleinen Windkraftwerk kann die Stromversorgung aus eigener Kraft sichergestellt werden, Batterien können die überschüssige Energie speichern und zu Zeiten mit höherem Bedarf wieder liefern. Das war nicht immer so, noch vor gar nicht all zu langer Zeit wurde extra ein Netzkabel gegraben, um das Haus an das öffentliche Stromnetz anzuschließen, damals gab es die Photovoltaikanlage noch nicht. Jetzt wird die Anbindung an das Stromnetz dazu genutzt um überschüssigen Strom ins Netz einzuspeisen. Dabei läuft die Anlage als netzgekoppeltes Sonnenkraftwerk. Im Falle eines Stromausfalls wird die Stromversorgung – für die Benutzer fast unbemerkt (innerhalb von 3 Hundertstelsekunden) auf Inselbetrieb, d.h. Eigenversorgung umgestellt.

Über eine DC-Kopplung können Solarstromanlage und Windrad gleichzeitig Energie liefern

Christian Becherer vom PAN Ökoteam erklärte die Anlage bei einer Führung durch den Technikraum. Die Funktion des 900 Ah-Batteriesatzes, der Wechselrichter und der Laderegler wurde erklärt und diskutiert. Bei dieser Anlage handelt es sich um eine Ausführung mit DC-Kopplung. Dies bedeutet, dass die Energie der Photovoltaikmodule und des Windrades mittels Laderegler dem Batteriesatz (Gleichspannung => DC) zugeführt wird, wobei überschüssige Energie sofort vom Wechselrichter in Wechselspannung umgesetzt wird und für Verbraucher im Haus oder zur Einspeisung ins Stromnetz verwendet werden kann. Zu Zeiten mit höherem Bedarf und geringer Stromproduktion kann der Wechselrichter aber auch Energie aus dem Stromnetz in den Batterien speichern und so die Stromversorgung sicherstellen.

Im Anschluss an die Besichtigung gab es noch einen Vortrag über verschiedene Arten von Photovoltaikanlagen, deren Umsetzungsmöglichkeiten und über die Förderbedingungen in Niederösterreich durch Christian Becherer, der mit seinem PAN Ökoteam auch um das leibliche Wohl der Besucher bemüht war und für ein Biobuffet gesorgt hatte.

Die Familie Robak hat natürlich neben der Photovoltaikanlage auch eine thermische Solaranlage zur Wärmegewinnung und zeigt so vor, dass man problemlos ohne Heizöl, Gas und Atom- und Fossilstrom leben kann.

Weitere Termine auf www.oekotermine.at



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