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Niederösterreich: Weiterer Anstieg des Biomasse-Einsatzes

Bei der Photovoltaik tut sich aber zu wenig

Der Einsatz von Biomasse wie Hackgut, Rinde und Sägenebenprodukte für Fernheizwerke ist 2005 weiter gestiegen, und zwar um sieben Prozent auf insgesamt rund 1,5 Millionen Schüttraummeter. Weiters wurden im vergangenen Jahr 15.000 Tonnen Stroh in neun Heizwerken eingesetzt. Damit hält der Trend des verstärkten Einsatzes von Biomasse weiter an und hat sich seit 2003 verdoppelt.

Zur Zeit werden in Niederösterreich 280 Biomassefernheizwerke betrieben, die über eine Gesamtleistung von 322 Megawatt verfügen. Damit werden insgesamt über eine Fernwärmetrassenlänge von 475 Kilometern 14.000 Wärmekunden beliefert. Neun der Biomassewerke produzieren auch Strom. Allein 2005 sind 40 neue Fernheizbetriebe hinzugekommen. Mit Förderungen in Höhe von rund 5,5 Millionen Euro wurden Investitionen von fast 16 Millionen Euro ausgelöst.

Auch bei den Biogasanlagen gab es im vergangenen Jahr eine Weiterentwicklung, bisher sind bereits 48 Anlagen mit einer Leistung von 17,2 Megawatt in Betrieb. Die Förderungen beliefen sich auf 4,3 Millionen Euro, die Investitionen auf 36 Millionen Euro. Auch bei den Windkraftanlagen war eine Steigerung zu verzeichnen, und zwar von 200 auf 256 mit einer Leistung von 361 Megawatt. Diese Anlagen erzeugen mehr als sieben Prozent des in Niederösterreich produzierten Stroms. Durch die geplante Ökostromnovelle ist allerdings mit einem Rückgang der Bautätigkeiten zu rechnen.

Wenig bewegt wurde allerdings im Bereich der Photvoltaik.Obwohl Modulhersteller in Niederösterreich beheimatet sind, greift die Niederösterreichische Förderung nicht, weil zu wenige Anträge bewillgt werden. Dadurch und durch den 15 MW-Deckel im bestehenden Ökostromgesetz kommt der Ausbau fast zum Stillstand.



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