© wobogre  /  Wolfgang Borchers- pixabay.com
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Kohledeals am Rande der Klimakonferenz

Die Anwesenheit der US-Kohleindustrie bei den UN-Gesprächen in Bonn wird von manchen als Chance gesehen, absurde Energiedeals vorzubereiten

Eine Präsentation der Trump-Regierung über fossile Brennstoffe am Rande der Klimaverhandlungen in Bonn zeigt, dass sich in Hintergrund manche positive Aussichten für Kohle-Technologie-Abkommen der USA erhoffen. Auch die Ukraine lud zu einer Initiative, um Energieunternehmen dem UN-Klimaprozess näher zu bringen. Das Weiße Haus und das US-Außenministerium organisierten ein Side-Event mit dem Titel "Die Rolle von saubereren und effizienteren fossilen Brennstoffen und der Kernenergie bei der Bekämpfung des Klimawandels".

Dabei sind z.B. der Klimaberater von Trump, George David Banks aber auch Holly Krutka, Vizepräsidentin von Peabody Energy, dem größten privaten Kohleunternehmen der Welt. Barry K Worthington, Direktor der US Energy Association hat sich sogar, wie Climate Home News berichtet, festgelegt: "Wir sind in den USA sehr daran interessiert, unsere Produktion fossiler Brennstoffe zu erhöhen und in andere Länder zu exportieren. LNG steht zwar im Fokus, aber wir exportieren auch Rohöl und Derivate und exportieren weiterhin eine große Menge an Kohle."

Im Fokus der USA stehen vor allem afrikanische Länder, wie Nigeria oder Ghana, aber auch Vertreter der Ukraine oder aus Pakistan. Wie weit das schmutzige Geschäft damit voran getrieben kann, ist ungewiss.

"Erneuerbare Energien sind einfach rascher zu implimentieren, ein Windrad oder ein Solarkraftwerk ist schneller errichtet, es ist günstiger, weil die Energie nach einmaliger Installation gratis geliefert wird und Batteriespeichertechnologie ist im Kommen", meint ein Vertreter Nigerias. "Es gibt zwar die Notwendigkeit von mehr Energie, aber warum sollten wir auf die Technologie von gestern setzen?"


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