©  BMLFUW - William Tadros / Auszeichnung in Tirol für zahlreiche Projektpartner
© BMLFUW - William Tadros / Auszeichnung in Tirol für zahlreiche Projektpartner

klimaaktiv mobil: Kluge Mobilitätsprojekte vor den Vorhang

8.400 Mobilitätsprojekte investieren eine halbe Milliarde Euro in klimafreundlichen Verkehr

Kitzbühel- Bundesminister Andrä Rupprechter zeichnete in Kitzbühel während der Europäischen Mobilitätswoche mehrere hundert vorbildliche Projekte im Bereich nachhaltige Mobilität aus und stellte den neuesten klimaaktiv mobil Leistungsbericht vor. "klimaaktiv mobil weist den Weg in die Zukunft: Nachhaltige Mobilitätsprojekte lösen jedes Jahr ein Investitionsvolumen von mehr als einer halben Milliarde Euro aus und sichern rund tausend Arbeitsplätze. Ich bedanke mich bei allen Projektpartnern, die mit ihren Mobilitätsmaßnahmen Verantwortung übernehmen. Gemeinsam werden wir den Weltklimavertrag von Paris erfolgreich umsetzen", so der Umweltminister.

In Kitzbühel wurden insgesamt 434 Betriebe, Tourismuseinrichtungen, Städte, Gemeinden und Regionen sowie Vereine ausgezeichnet. Der überwiegende Teil davon stammt aus Tirol. Österreichweit sparen die klimaaktiv mobil Projektpartner mit 8.400 Projekten jedes Jahr mehr als 640.000 Tonnen CO2 und 2.375 GWh Energie ein - das entspricht dem Jahresstromverbrauch des Burgenlands. Mit einer Fördersumme von rund 89 Millionen Euro aus nationalen Mitteln (klimaaktiv mobil, KLI.EN, UFI) und EU-Mitteln (ELER) ist es gelungen, ein Investitionsvolumen von rund 510 Millionen Euro auszulösen und 6.000 Arbeitsplätze zu sichern. Allein 2016 erzielten die 2.876 genehmigten klimaaktiv mobil Projekte eine jährliche CO2-Reduktion von 16.725 Tonnen.

Nachhaltiger Tourismus ist Chance

Auch Tourismusverbände, Tourismusorte und Beherbergungsbetriebe setzen immer öfter auf Mobilitätspakete für eine klimaschonende Anreise und umweltfreundliche Mobilität am Urlaubsort. klimaaktiv mobil fördert dabei eine Reihe von Maßnahmen wie Radanlagen, Radverkehrsinfrastruktur, E-Bikeverleihsysteme, Radabstellanlagen, Bewusstseinsbildung und Informationssysteme oder Kombiangebote zu Radverkehr, E-Bike und öffentlichem Verkehr - nicht nur in Tirol. Insgesamt wurden 2016 österreichweit 86.500 E-Fahrräder verkauft. "Emissionsfreie E-Mobilitätskonzepte sind für Österreichs Tourismus eine Chance und ein wichtiger Impuls, um den Standort attraktiver zu machen", betonte Rupprechter.

Das Aktionspaket wird angenommen

Einen Anschub für die E-Mobilität gibt das im März 2017 in Kraft getretene Aktionspaket Elektro-Mobilität des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) in Zusammenarbeit mit den Automobilimporteuren, Zweiradimporteuren sowie dem österreichischen Sportfachhandel. Es stellt zwischen 2017 und 2019 insgesamt 72 Millionen Euro an Förderungen zur Verfügung. Dadurch erhalten Privatpersonen für Autos mit reinem Elektroantrieb oder einem Brennstoffzellenantrieb bis zu 4.000 Euro E-Mobilitätsbonus. Darüber hinaus wird auch der Kauf von Elektro-Motorrädern und Schnellen Pedelecs (Elektro-Mofas) finanziell mit einem E-Mobilitätsbonus von 700 Euro unterstützt. Seit 1. April sind auch E-Bikes und Cargo-Bikes mit bis zu 500 Euro für Betriebe und Gemeinden im Aktionspaket inbegriffen. Seit dem Start der Aktion wurden mehr als 4.000 Förderanträge gestellt.


Weitere Informationen: ww.klimaaktivmobil.at

www.umweltfoerderung.at/verkehr



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