© Broin/ pixabay.com
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Burgenland: Grüne kritisieren fehlende Klimaschutzstrategie und wollen neues Raumordnungsgesetz

Bodenversiegelung verstärkt die katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels, soviel ist fix.

Eisenstadt- Ein neues Raumordnungsgesetz soll, so eine Forderung der Grünen, den Flächenverbrauch reduzieren. Dadurch wird die Zukunft der burgenländischen Landwirtschaft gesichert und langfristig Hochwasserschutz gewährleistet.

Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen. Die Durchschnittstemperatur ist in Österreich - stärker als im globalen Schnitt – seit 1880 bereits um 2 Grad angestiegen. Im Burgenland haben klimabedingte Katastrophenereignisse in den letzten Jahren zu enormen Schäden in der Landwirtschaft, bei Wohnobjekten und in der Verkehrsinfrastruktur geführt.

‘Es gibt schlichtweg keine burgenländische Klimaschutzstrategie. Stattdessen wird die Verantwortung für einzelne Projekte auf Gemeinden und Vereine geschoben. Gleichzeitig werden weiter Einkaufszentren an der Peripherie gebaut wodurch noch mehr Boden versiegelt wird. Diese erfordern dann wiederum den Bau weiterer Straßen, was die Verkehrsbelastung für die AnrainerInnen steigen lässt. Mit unseren Vorschlägen für ein neues Raumordnungsgesetz entkommen wir diesem Teufelskreis’, so die Grüne Landesprecherin Regina Petrik.

Das Burgenland muss die galoppierende Bodenversiegelung stoppen, sonst ist der Hochwasserschutz genauso gefährdet (gesunde Böden sind die besten Wasserspeicher) wie das Ziel einer weitgehenden Ernährungssouveränität im Bereich der Landwirtschaft. Die GRÜNEN fordern eine Gesamtstrategie für Bodenschutz und - damit zusammenhängend - Raumplanung, die verbindlich messbare Zielsetzungen und konkrete Umsetzungszeitpläne beinhaltet. Wie das in Landesrecht gegossen werden kann, zeigt die GRÜNE Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler, die in Salzburg ein neues Raumordnungsgesetz ausgearbeitet hat, das bereits im Salzburger Landtag beschlossen wurde.

Die Forderungen für ein neues Raumordnungsgesetz im Überblick:

Reduktion des Bodenverbrauchs
konkrete Maßnahmen gegen den massiven Flächenverbrauch und die Flächenversiegelung
Maßnahmen gegen Leerstände und Industriebrachen
Vorrang für ökologisch und landwirtschaftlich wertvolle Flächennutzung
Nutzung von bestehendem Bauland und Bekämpfung der Baulandspekulation
Maßnahmen gegen Zersiedelung und Stärkung der Stadt- und Ortskerne
Stopp des Baus von Einkaufszentren
Beseitigung von Umgehungsmöglichkeiten der Flächenobergrenzen bei der Errichtung von Handelsbetrieben: Keine neuen Handelsgroßbetriebe mehr an Ortseinfahrten, Ortsumfahrungen, unmittelbar an Kreisverkehren oder auf der ‘grünen Wiese’


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