© oekonews Wolfgang J. Pucher/ Eine neue Art, um für das Schöne zu kämpfen
© oekonews Wolfgang J. Pucher/ Eine neue Art, um für das Schöne zu kämpfen

GLOBAL 2000-Kommentar zu Strache-Sager: Wer Klimaschutz nicht ernst nimmt, gefährdet die österreichische Bevölkerung

UmweltschützerInnen fordern sachliche Diskussion über Lösungen, statt der Verharmlosung von fundamentalen Problemen.

Vernünftige Prioritäten setzen tut Not

Gestern hat FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache in der Ö1-Sendung "Klartext spezial" mit Klaus Webhofer zum Thema Klimawandel vorgebracht, dass veränderte Sonnenaktivitäten dafür verantwortlich sein könnten und es Klimaveränderungen eben schon immer gegeben habe. Zum menschlichen Anteil meinte der FPÖ-Chef entgegen den wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass man darüber "trefflich streiten könne". "Heinz Christian Strache zeigt mit diesen Verharmlosungen, dass er die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht ernst nimmt. Wer wichtige Probleme nicht erkennt und dann auch keine Gegenmaßnahmen ergreift, gefährdet Gesundheit und Sicherheit der österreichischen Bevölkerung. Gerade dieser Sommer mit Muren, Überschwemmungen und Hitzewellen zeigt ganz klar, dass Klimaschutz in unserem ureigensten Interesse ist. Wir fordern eine Rückkehr zur Sachlichkeit bei diesem wichtigen Thema. Statt Verharmlosungen brauchen wir eine Diskussion über wirksame Lösungen", erklärt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

Der IPCC hat die wissenschaftlich unumstrittenen Fakten in mehreren Berichten zusammengefasst. Zuletzt erschien ein umfassender Bericht im Jahr 2014, der menschliche Einfluss auf das Klimasystem der Erde wurde darin mehr als deutlich klargestellt:

- In der Periode von 1880 bis 2012 erwärmte sich die Erde um 0,85 °C - Jedes einzelne der vergangenen drei Jahrzehnte war heißer als jedes andere Jahrzehnt davor, seit Beginn systematischer Wetteraufzeichnungen im Jahr 1850. - Die Treibhausgaskonzentration hat den höchsten Stand seit mindestens 800.000 Jahren erreicht. Die CO2-Konzentration hat sich seit Beginn der Industrialisierung um 40 Prozent erhöht. - Der Großteil der bisher getätigten CO2-Emissionen entstand durch die Verbrennung fossiler Energie sowie durch Landnutzungsänderungen.

- Diese vom Menschen verursachten Treibhausgase erwärmen die Atmosphäre und sind für den Großteil der beobachteten Zunahme des Strahlungsantriebs ("radiative forcing") verantwortlich. Der menschliche Einfluss ist in der Wissenschaft unumstritten und klar belegt.*

"Es gibt keine seriöse wissenschaftliche Untersuchung, die die jetzt beobachteten klimatischen Veränderungen ohne menschlichen Einfluss erklären kann. Die österreichische Bevölkerung hat sich einen ehrlichen Umgang mit Fakten im Wahlkampf verdient. Anstatt zu versuchen, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, müssen Lösungen für die globale Klimakrise in den Mittelpunkt gestellt und die Arbeit an der Energiewende in Österreich vehement vorangetrieben werden", so Wahlmüller abschließend.

* vgl. IPCC (2014): 5th assessment Report. Climate Change 2013: The Physical Science Basis



Verwandte Artikel:


© Copyright APA OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender. Alle Rechte vorbehalten. Eine redaktionelle Verwertung der Inhalte ist ausdrücklich erwünscht, eine darüber hinausgehende Verwendung jedoch nur für den privaten Gebrauch zulässig. Eine Speicherung in Datenbanken sowie jegliche nicht-redaktionelle Nutzung und damit verbundene Weitergabe an Dritte in welcher Form auch immer sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die APA OTS Originaltext-Service GmbH gestattet. Für den Fall, dass Sie die Inhalte von APA OTS weitergeben, speichern oder gewerblich nutzen möchten, informieren Sie sich bitte über unseren Content-Partnerschaftsservice unter http://www.ots.at oder rufen Sie Tel. ++43/(0)1/36060-5320.


zur APA OTS Homepage


Artikel Online geschalten von: / hackenberg /