© GAP Solution / Fassadendetail eines sanierten Projekts in der Steiermark
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Österreich hat das Zeug zum Weltmarktführer im Bereich Null-Emissionshäuser

Das ökologische Haus der Zukunft ist machbar - auch bei der Sanierung

Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, und der Mühlviertler Unternehmer Dipl. Ing. Johann Aschauer von GAP-Solution, Marktführer im Bereich Passivhaussanierung, sind sich vollends einig:Es muss gehandelt werden. Die Klimakonferenz in Paris war nur der Anfang, die nächste Klimakonferenz in Marrakesch (COP22) hat auch Bedeutung für Österreich und bringt Chancen für österreichische Unternehmen.

Österreich, so sind beide überzeugt, kann ganz einfach zum Weltmarktführer bei Null-Emissionshäusern werden.

Bei der letzten Klimakonferenz in Paris (COP21) hat die EU als Beitrag zum internationalen Klimaschutz dem Ziel zugesagt, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent bis zum Jahr 2030 reduzieren. Bis 2050 hat sich die EU darüber hinaus das Ziel gesteckt, die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren. Umweltminister Andrä Rupprechter strebt in Österreich überdies bis spätestens 2050 eine Transformation zu 100 Prozent erneuerbarer Energie an und will die Treibhausgasemissionen um mindestens 95 Prozent reduzieren.

Elektrizität und Wärme sind noch vor dem Verkehr der größte CO 2 Emittent in Österreich. Der Schlüssel zur Umsetzung des Klimaabkommens liegt daher im Wohnbereich. "Der Ausstieg aus fossiler Energie kann nur gelingen, wenn starke Kriterien für die ökologische Wohnbauförderung gegeben sind. Österreich braucht eine Energiestrategie mit klaren Zielen und einem konkreten Umsetzungsplan", ist Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000 überzeugt.

Johann Aschauer von GAP-Solution, dem führenden österreichischen Unternehmen bei der Sanierung von Passivhäusern, erklärt: "Österreich könnte im Bereich Null-Emissionshäuser Weltmarktführer sein. Unsere Häuser gehen sogar noch einen Schritt weiter und erzeugen mehr Energie als sie verbrauchen - und das auch in der Sanierung!"

Erdöl, Gas und Kohle machen über 65 Prozent des österreichischen Energiemix aus. Ohne den Wohnbau in Österreich zu dekarbonisieren, ist der Klimaschutzvertrag daher nicht mehr wert als ein Stück Recycling-Papier. Derzeit werden nach einer aktuellen WIFO-Studie in Österreich umweltschädliche Subventionen in Höhe von 3,8 bis 4,7 Mrd. Euro pro Jahr gewährt. Wenn Österreich nur einen Bruchteil dieses Geldes in Strukturreformen im Bereich des Wohnbaus steckt, dann sind wir im Bereich Null-Emissionshäuser rasch Weltmarktführer.

Aschauer erklärt, dass es für den Erfolg von Klimaschutzmaßnahmen im Wohnbau zeitnahe, nachhaltige Haftungsübernahmen für Contracting-Finanzierungsmodelle im Bereich des ökologischen Wohnbaus für Null-Emissionshäuser braucht - vor allem im Bereich der Sanierung. "Ein tolles Modell hat Deutschland", so der Unternehmer aus dem Mühlviertel. "Mit der sogennanten KfW-Förderung werden dort bis zu 100.000‚-- Euro Darlehen pro Wohneinheit mit einem Zinssatz von 0,75% auf 10 Jahre fix und danach mit einer zinsgünstigen Anschlussfinanzierung finanziert. Deutschland hat uns hier einiges voraus." Überdies rettet jeder Euro, den man in diesen Bereich investiert, nicht nur das Klima, sondern fördert gleichzeitig die österreichische Wertschöpfung.

"Immer mehr Menschen wollen nicht länger auf politische Entscheidungen warten, sondern übernehmen selbst Verantwortung. Noch ist das Angebot bei Nullemissionshäusern begrenzt. Wir bieten aber schon ökologische Komplettlösungen im Fertigteilprinzip. Für nachhaltig denkende KonsumentInnen sind nur noch ein paar Klicks notwendig - und in ein paar Monaten wohnt er oder sie schon in seinem/ihrem Traumhaus. Die Politik sollte sich diese Menschen zum Vorbild nehmen und endlich Maßnahmen in diesem Bereich setzen", fordert Aschauer.

Das naturverbundene Haus der Zukunft löst ein Versprechen ein, von dem viele träumen: nie wieder Energiekosten zahlen, Wohn- und Lebensqualität gewinnen und dabei smarte, natürlich Baustoffe CO2-neutral einsetzen. Zusätzlich trägt es zur Erreichung der Klimaziele bei. "Konkret sparen wir pro Wohneinheit mindestens zwei Tanklastwagen Öl ein, was rund 50.000 Liter potentielle Umweltgefährdung sind - spätestens beim nächsten Hochwasser", betont Aschauer von GAP-Solution.

Mehr Infos über das ökologische Musterhaus: www.thehouse.at

Mehr Informationen zum innovativen Mühlviertler Unternehmen: gap-solution.at



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