© Mario Venzlaff  - pixabay.com
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Kleinwasserkraft Österreich fordert: Energiewende endlich anpacken!

Anstatt nur Kritik zu äußern, lieber konstruktiv an der Energiewende mitarbeiten!

Kleinwasserkraft begrüßt das Zukunftsszenario des Umweltbundesamtes auch im Hinblick auf die Umstellung auf Elektromobilität und fordert weitere praktische Schritte in Richtung Energiewende. "Um die Klimaziele für Österreich und die Europäische Union zu erreichen, sind neue Technologien wie das Elektroauto unumgänglich. Zudem ist es gerade auch im Bereich der Mobilität sinnvoll, die dafür notwendigen Energie-Importe durch regional produzierten Ökostrom zu ersetzen. Auch wenn die Forderung von vielen als überambitioniert angesehen wird, freut sich Kleinwasserkraft Österreich über den Vorschlag, der nicht nur im Hinblick auf die Klimaziele sondern vor allem auch Volkswirtschaftlich sinnvoll ist", so Paul Ablinger, stv. Geschäftsführer des Vereins Kleinwasserkraft Österreich.

Den Umbau des Verkehrssystems als "nicht machbar" und "wertlos" zu bezeichnen, ohne konstruktive Gegenvorschläge zu machen, mit denen die Klimaziele erreicht werden können, stellt ein Auf-der-Stelle-Treten dar, dass der Energiewende hinderlich ist. Wo sind die "Lösungen mit Augenmaß", die die Wirtschaftskammer Österreich statt der "Zwangskeule" Elektroauto fordert? "Der Ruf nach einer "ganzheitlichen" Politik ist begrüßenswert, aber es braucht konkrete Vorschläge wie die des Umweltbundesamtes, damit eine tatsächliche Umsetzung zustande kommt", bemerkt Christoph Wagner, Präsident von Kleinwasserkraft Österreich der weiters betont, dass gerade die Kleinwasserkraft alle von der WKO geforderten Zielsetzungen erfüllt: "Investitionen in Kleinwasserkraft sind Zukunftsinvestitionen welche das Wirtschaftswachstum ankurbeln, die Arbeitslosigkeit senken und CO2-Emissionen einsparen. Die Investitionen gehen dabei praktisch vollständig direkt in die heimische Wirtschaft."

Den Verkauf von umwelt- und klimaschädlichen Autos zu verbieten ist nicht nur in Bezug auf die Klimaziele ein vernünftiger Vorschlag - die Umgestaltung des Verkehrs in Richtung Elektroauto fördert auch direkt Ökostrom aus Österreich. "Derzeit schaut die Politik zu, wie die heimische Stromproduktion aus Kleinwasserkraft durch den immer weiter sinkenden Strompreis ihre Existenzgrundlage verliert, während der Verbrauch fossiler Brennstoffe weiter subventioniert wird", so Ablinger. "Durch die großflächige Einführung des Elektroautos ergeben sich auch neue Möglichkeiten für Produzenten von Ökostrom. Die dezentrale Ökostromproduktion in Österreich ermöglicht die zügige Schaffung einer Ladeinfrastruktur und kann so die soziale Verträglichkeit sicherstellen. Außerdem macht uns das Elektroauto unabhängig von teuren Rohstoffimporten.

Langfristig gesehen ist das Elektroauto volkswirtschaftlich günstiger und sozial verträglicher als konventionell betriebene Fahrzeuge." In einer Zeit, in der der Strompreis so niedrig ist, dass viele Betreiber von Kleinwasserkraftanlagen vor dem Aus stehen, setzt das Umweltbundesamt mit seinem Vorschlag einen richtigen Impuls: Die Zeit der fossilen Energieträger geht zu Ende.

Quelle: Kleinwasserkraft Österreich


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