Bild: © sxc.hu

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Eine Speisekarte für Bienen

25.3.2016
Glockenblume oder Malve, was darf’s denn für die Bienen sein? Mit dem Poster „Bunte Bienenweiden“ hilft "die umweltberatung" bei der Pflanzenauswahl.

Wien - Bienen brauchen reichlich Nahrung: heimische Pflanzen mit ungefüllten Blüten und unterschiedlichen Blühzeiten. Mit welchen Pflanzen der Tisch für Bienen vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein gedeckt ist, zeigt "die umweltberatung" im Poster „Bunte Bienenweiden“ auf www.umweltberatung.at/bunte-bienenweiden. Das Poster ist auch bei der Raritätenbörse im Botanischen Garten erhältlich, wo "die umweltberatung" vom 15. bis 17. April 2016 Beratung zum biologischen Gärtnern anbietet.

Um die Bienen zu fördern, ist nicht unbedingt ein Garten notwendig – auch im Blumenkisterl, am Balkon und auf der Dachterrasse können Leckerbissen für Bienen wachsen. „Viele Pflanzen erfreuen zwar das Auge, bieten aber Bienen keine Nahrung, weil es sich um Züchtungen mit gefüllten Blüten handelt. Diese Blüten sehen oft prächtig aus, da die Staubgefäße durch Züchtung in zusätzliche Blütenblätter umgewandelt wurden. Sie enthalten aber wenig oder keinen Pollen für Bienen und andere Insekten. Am besten für die Tierwelt ist es, heimische Pflanzen mit einfachen, ungefüllten Blüten zu wählen“, empfiehlt Mag.a Bernadette Pokorny, Gartenexpertin von "die umweltberatung".
Heimisches Futter die ganze Gartensaison hindurch

Viele Wildbienen haben sich im Laufe der Evolution an ganz bestimmte heimische Pflanzenarten angepasst. Sie brauchen diese, um zu überleben. Vom zeitigen Frühling an bis in den Herbst hinein benötigen Bienen Blüten für ihre Ernährung. Besonders nach dem Winter und im Sommer, nach der Obstbaumblüte, kann es zu Nahrungsengpässen kommen, deshalb sollten bei der Auswahl der Pflanzen auch solche dabei sein, die zeitig im Frühjahr und im Sommer oder Herbst blühen – am besten in Bio-Qualität. Im Handel erhältliche Ware ist oft mit bienenschädigenden Pestiziden behandelt, daher empfiehlt "die umweltberatung", biologisch produzierte Pflanzen und Samen zu kaufen oder mit FreundInnen und NachbarInnen, die auch biologisch gärtnern, zu tauschen.

Leckerbissen für Bienen

Im zeitigen Frühjahr sichern zum Beispiel Blaustern, Traubenhyazinthen, Krokus, und Schneeheide den Bienen das Überleben. Sie gedeihen auch im Blumenkisterl gut. Im Garten blühen Dirndlstrauch, Haselnuss und Palmkatzerl schon zeitig.

Zu den Pflanzen, die Bienen anziehen, Trockenheit sehr gut vertragen und im Balkonkisterl gut gedeihen, zählen zum Beispiel Lavendel, Mauerpfeffer, Fetthenne und Steinkraut. Blühende Küchenkräuter ziehen Bienen ebenfalls magisch an, zum Beispiel Borretsch, Salbei, Ysop, Thymian und Dost.

Unter den Zierpflanzen sind Glockenblumen, Katzenminze, Phacelia, ungefüllte Kornblumen und Malven bei den Bienen beliebt.

"die umweltberatung" auf der Wiener Raritätenbörse

Bei der Raritätenbörse bieten die AusstellerInnen Pflanzen und Samen in einer außergewöhnlichen Arten- und Sortenvielfalt an. Am Infostand von "die umweltberatung" erhalten die BesucherInnen persönliche Beratung zum biologischen Gärtnern und umfassendes Infomaterial. Die Raritätenbörse findet im Botanischen Garten der Universität Wien statt: 1030 Wien, Haupteingang Ecke Mechelgasse/Praetoriusgasse, 15. bis 17. April 2016 von 9:30 bis 18:00 Uhr
Poster und Einkaufsquellen für Bio-Pflanzen

Das Poster Bunte Bienenweiden stellt Pflanzen vor, die Bienen Nahrung bieten. Im Poster Vielfalt der Bienen sind Wild- und Honigbienenarten abgebildet. Das Poster Bienen fördern – leicht gemacht! zeigt einfache Maßnahmen um Bienen zu fördern und enthält Bienenaufkleber als Belohnung für durchgeführte Maßnahmen. Bestellung der Poster um € 2,40 Versandkosten bei "die umweltberatung", Tel. 01 803 32 32, kostenloser Download auf www.umweltberatung.at/onlineshop.

Bezugsquellen für Biosaatgut und biologisch produzierte Jungpflanzen sind auf www.umweltberatung.at/biosaatgut zu finden.

"die umweltberatung" Wien ist eine Einrichtung der VHS Wien, basisfinanziert von der Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22.

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Weitere Infos: Die Umweltberatung

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