Bild: © Siemens

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Ökostromausbau ist Investition in die Zukunft!

25.3.2016
Ausbau von Ökostrom ist unabdingbare Investition in die Zukunft und darf nicht zu Gunsten umweltschädlicher und gefährlicher Energiequellen vernachlässigt werden

Die aktuelle Diskussion um Förderungen für den Ökostromausbau wird aus Sicht der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 aus dem falschen Blickwinkel heraus geführt. Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller: "Der Ausbau von Ökostrom in Österreich ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder. Nur so kann eine Alternative zum umweltschädlichen und gefährlichen atomar-fossilen Energiesystem aufgebaut werden", stellt GLOBAL 2000 klar.

Ökostromausbau ist Investition in die Zukunft

Mit diesen Investitionen werden zudem Arbeitsplätze und Wertschöpfung geschaffen. Einer Studie im Auftrag des Klimafonds wird durch den Ausbau erneuerbarer Energie jährlich eine Wertschöpfung von 1,6 Mrd. Euro erwirtschaftet und 3.300 Arbeitsplätze gesichert (1). Dagegen drohen Klimaschäden von pro Jahr bis zu 8,8 Mrd. Euro in Österreich, wenn wir die Energiewende in Österreich nicht zügig umsetzen. Johannes Wahlmüller: "Bundeskanzler Faymann und Umweltminister Rupprechter haben bei der Klimakonferenz in Paris klargemacht, dass Österreich bis zum Jahr 2030 auf 100 % Ökostrom setzen wird, dieses Ziel ist eine richtige Wegmarke und soll bei einer Novellierung des Ökostromgesetzes auch rechtlich verankert werden."

Wesentliche Fakten werden verschwiegen- niedrige CO2-Preise sind das Problem

In der Diskussion, werden von manchen hohe Kosten für den Ökostromausbau angeführt. Dabei wird oft übersehen, dass der Ausbau erneuerbarer Energie einen wesentlichen Anteil daran hat, dass die Strompreise derzeit so niedrig sind, was viele KonsumentInnen derzeit auf der Stromrechnung merken. Weiters werden wesentliche Fakten ausgeblendet. Tatsache ist, dass sich die Einspeisetarife für Ökostrom in Österreich stabil entwickeln bzw. bei einigen Technologien sogar stark gesunken sind. Solarenergie wurde 2003 noch mit 64 Cent pro Kilowattstunde gefördert, aktuell liegt der Einspeisetarif bei 8,24 Cent pro Kilowattstunde zuzüglich eines Investitionszuschusses. Damit dieser Tarif bezogen werden kann, wird von den Stromkunden die Differenz zum Marktpreis bezahlt.

Höhere Vergütungsvolumen für Ökostrom hängen derzeit also nicht damit zusammen, dass sich die Technologie verteuert hätte, der Grund dafür ist, dass die Marktpreise für Strom verfallen sind. Die Differenz zum garantierten Tarif erhöht sich somit. Neben dem Ausbau erneuerbarer Energie ist das Versagen des europäischen Emissionshandelssystems ein Hauptgrund des Verfalls der Strompreis. Schon seit einigen Jahren sind keine adäquaten Preise für CO2-Emissionsrechte mehr zu verzeichnen. Braunkohle aus Deutschland kann damit den Markt mit Billigstrom überschwemmen.

GLOBAL 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller: "Wir müssen Subventionen für Atomenergie und Kohle abbauen, dann gewinnt erneuerbare Energie an Wettbewerbsfähigkeit und benötigt weniger Unterstützung. Es darf aber nicht dazu kommen, dass über die Verbreitung von Halbwahrheiten unsere Zukunft aufs Spiel gesetzt wird!"

(1) Vgl. Raphael Bointner et al (2013): Wirtschaftskraft Erneuerbarer Energie in Österreich und Erneuerbare Energie in Zahlen

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