Bild: © Andreas Balon / LR Rudi Anschober

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Antiatom: Nach Rücktritt des EdF-Finanzchefs immer mehr Chancen gegen AKW Hinkley Point C

8.3.2016
Weiter Chancen für Stopp von unwirtschaftlichem AKW-Ausbau

Linz- Nach der Gründung der Allianz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg am vergangenen Donnerstag in Brüssel sieht Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober weiter steigende Chancen für das Stoppen des auch für einen allfälligen Ausbau von Temelin entscheidenden Schlüsselprojektes Hinkley Point: „Schaffen wir es, diesen einzigen, derzeit konkret mit Milliardensubventionen geplanten Neubau eines AKW in der EU zu stoppen, dann stoppen wir den Neubau von AKW in der EU insgesamt - denn ohne Subventionen keine Neubauten, da die Wirtschaftlichkeit vollends fehlt."

Anschober sieht durch die von OÖ initiierte österreichische Nichtigkeitsklage immer mehr Schwierigkeiten für das Projekt: „Immer mehr Investoren springen wegen der Unsicherheiten und der Unwirtschaftlichkeit ab, sogar EdF selbst hat bis zum heutigen Tag keine Investitionsentscheidung beschlossen. Dass nun sogar Finanzchef Thomas Piquemal das Handtuch wirft, zeigt, wie hart der Kampf um diese Investentscheidung geführt wird und wie riskant eine Investitionsentscheidung wäre."

Schon jetzt ist die französische Atomindustrie schwer verschuldet und steht wirtschaftlich vor dem Abgrund: "Mit einer Investitionsentscheidung für Hinkley wäre sie noch einen Schritt weiter am Abgrund."

Luxemburg wird die österreichische Nichtigkeitsklage gegen die Subvention unterstützen, offiziell am 23. März 2016 einreichen. Auch vier Stadtwerke und Energieversorger aus Deutschland und Österreich haben Klage eingereicht.

Anschober: „Schaffen wir es, das Subventions-AKW Hinkley Point zu stoppen, dann wird es keinen Ausbau von Temelin geben und dann leiten wir damit den Einstieg in den schrittweisen gesamteuropäischen Atomausstieg ein."

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