Bauen mit Recycling-Baustoffen? Ja bitte! Aber wie?

2.3.2016
Österreichische Energieagentur und Ressourcen Management Agentur erarbeiteten nationale Umsetzungsstrategie für den verwertungsorientierten Rückbau.

Wien - Seit Anfang 2016 ist die Recycling-Baustoffverordnung in Kraft. Ziel dieser Verordnung ist es, durch organisatorische und technische Maßnahmen möglichst sortenreine, schadstofffreie Abfallfraktionen zu erhalten, die nicht auf der Deponie landen, sondern als zertifizierte Baustoffe wiederverwendet oder bei Neubau und Sanierung eingesetzt werden können. Für Bauherren und Bauunternehmer bringt die Recycling-Baustoffverordnung eine Reihe neuer Pflichten mit sich, wobei die praktische Umsetzung noch mit vielen Fragen behaftet ist.

Genau hier setzte das Projekt R-Bau (Replizierbare Strategie zur Forcierung des verwertungsorientierten Rückbaus im Hochbau) aus der Programmlinie „Stadt der Zukunft“ des bmvit an. Die Österreichische Energieagentur und die Ressourcen Management Agentur erstellten gemeinsam mit relevanten Stakeholdern (gemeinnützige Bauvereinigungen, Bauträger, Abbruchunternehmen, Interessenvertreter aus der Politik und der Wirtschaft) aufbauend auf der Recycling-Baustoffverordnung eine nationale Umsetzungsstrategie für den verwertungsorientierten Rückbau sowie einen praxisorientierten Rückbaukatalog. Ziel des Projekts war es, den Weg für die praktische Umsetzung der neuen Vorgaben des Gesetzgebers zu ebnen sowie der Baubranche ein Werkzeug für die zukünftig geforderte Planung, Ausschreibung und Durchführung von Bau- und Abbruchvorhaben in die Hand zu geben.

Praxisbeispiele zeigen, dass durch die Umsetzung des verwertungsorientierten Rückbaus nicht nur Ressourcen, sondern auch Kosten eingespart werden können. Ohne die richtigen Inputs bei der Planung, Ausschreibung und Durchführung des Abbruchs bleibt dieses Potential jedoch ungenutzt bzw. landet auf der Deponie. Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur dazu:
„Durch den Einsatz eines Ressourcenmanagementsystems können Bauherren Energie- und Ressourceneinsparungspotentiale schon von der Planung weg für Bauvorhaben nutzen. Die im Rahmen des Projekts R-Bau erarbeitete Umsetzungsstrategie sowie der praxisorientierte Rückbaukatalog unterstützen die praktische Umsetzung der Recycling-Baustoffverordnung. Damit soll der verwertungsorientierte Rückbau zum Stand der Technik werden“.

Das Projekt wurde im Rahmen des Programms „Stadt der Zukunft“ des Forschungs- und Technologieprogramms des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie, durchgeführt

(Website: www.hausderzukunft.at Projektnummer: 845214). Interessenten finden auf den Websites der Österreichischen Energieagentur (www.energyagency.at) und der Ressourcen Management Agentur (www.rma.at) weitere Informationen zum Projekt.

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