Bild: © Laurent Renault

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Nachweis: Gentechnisch veränderte Luzernpflanze Roundup Ready Alfalfa ausgewildert

3.3.2016
Auch in den USA wächst der Widerstand gegen gentechnisch veränderte Pflanzen

Eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern das US Department of Agriculture (USDA) zeigt , dass das gentechnisch veränderte (GE) Alfalfa sich in großem Maß in Teilen des Westens der US verteilt hat. Diese wilde GE Alfalfa kann dazu beitragen , eine Reihe von transgenen Kontaminationen in den letzten Jahren zu erklären , die bei amerikanischen Luzerne Erzeugern und Exporteure Millionen von Dollar an entgangenen Einnahmen ausgelöst haben. Gleichzeitig wird damit das Scheitern der USDA "Koexistenz" Politik für GMO und traditionelle Kulturen sichtbar.


Das USDA hatte lange behauptet, dass GE Kulturen neben traditionellen und ökologischen Kulturen existieren können.

Die neuesten Erkenntnisse widerlegen das. Die Studie, die Monsanto 's Roundup Ready Alfalfa untersuchte, das entwickelte wurde, um direktes Besprühen mit zu Roundup, Monsanto Herbizid, zu überleben, zeigen dies deutlich auf.

2011 und 2012 haben die USDA Wissenschaftlerin Stephanie Greene und ihr Team die Wegränder von drei wichtigen Luzerne-Anbaugebieten in Kalifornien, Idaho und Washington untersucht. Luzerne bildet leicht sich selbst erhaltende wilde Populationen, die über Jahre bestehen bleiben, dort wo sie angebaut wird.

Das Ergebnis ist eindeutig: Greene und ihre Kollegen haben 404 verwilderte Luzerne Populationen an Wegrändern gefunden. Tests ergaben, dass mehr als ein Viertel (27 Prozent) von ihnen transgene Luzerne enthalten. Sie glauben, dass die meisten dieser wilden Populationen wahrscheinlich aus Samen wuchsen, die während Produktion oder Transport verschüttet wurden.

Allerdings fanden sie gleichzeitig klare Beweise , dass Roundup Ready - Gene dadurch verbreitet wurden, das Bienen , die Luzerne Populationen befruchteten. Ihre Ergebnisse zeigten , dass "transgenen Pflanzen Transgene sich auf benachbarte wilden Pflanzen und möglicherweise sogar zu den benachbarten Nicht-GMO Feldern ausbreiten konnten."

2013 wurde die Übernahme des Saatguts aus Washington State von einem Broker abgelehnt, da ein Test transgene Kontamination zeigte. 2014 wies China zahlreiche Luzerne Sendungen aus den USA deswegen zurück. Der Preis fiel dramatisch. Die US Heu Preise fielen und mindestens drei größere US - Luzern-Exporteure erlitten damit mehrere Millionen Dollar an Verlusten.

Die USDA hatte 2005 erstmals Roundup Ready Alfalfa genehmigt und es belegte nur 1 Prozent der nationalen Luzerne Anbaufläche im Jahr 2006. Ein Bundesgericht hat ab 2007 Neuanpflanzungen verboten. Da diese Studie nur wenige Monate nach der Wiederzulassung von GE Luzerne im Jahr 2011 durchgeführt wurde, ist anzunehmen, dass die wilden Luzern GMO Pflanzen sich aus den 2005 und 2006 gepflanzten vergleichsweise wenigen Feldern bildeten.
Die verwilderte GMO Luzerne stellt somit ein wesentliches Kontaminationsrisiko dar.

Die Probleme zeigen auch kontaminationsbedingte Milliardenverluste bei Maisexporten im Vergleich zu Konkurrenten wie z.B. Brasilien .

Die Angst vor transgener Kontamination ist ein Faktor, der immer mehr US - Landwirte bei der Erfüllung Amerikas wachsende Nachfrage nach Bio - Lebensmitteln beeinflusst. Aufgrund der Untätigkeit haben Bürger gemeinsam Maßnahmen ergriffen, um ihre traditionelle Landwirtschaft auf Kreisebene zu schützen und das Zentrum für Lebensmittelsicherheit hat diese Bemühungen unterstützt. In Jackson County, Oregon wurde eine Klage durch zwei GMO Luzerne Züchter gegen diese Bemühungen eingebracht mit finanzieller Unterstützung aus der Biotechnologie - Industrie.

Ähnliche "gentechnikfreie Zonen" mit Unterstützung des Center for Food Safety gibt es in der Zwischenzeit in mindestens sieben Landkreisen in Kalifornien, Washington, Hawaii und in Oregon Auch im Costilla County, Colorado soll eine gentechnikfreie Zone geschaffen werden, um lokal gezüchteten Mais vor transgener Kontamination zu schützen.

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