Bild: © Wachstum im Wandel - Die zahlreiche TeilnehmerInnen zeigten die Bedeutung des Themas

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Wachstum im Wandel: Wirtschaft verwandeln, Wohlstand neu bewerten

27.2.2016
Unser Wirtschaftssystem wird sich ändern - Aber wie kann es positiv gestaltet werden?

Wien - Unsere Wirtschaft wird in Zukunft anders aussehen, soviel scheint fix. Die Transformation unseres Wirtschaftssystems und die Frage, was Lebensqualität und Wohlstand zukünftig ausmachen wird, standen im Mittelpunkt der internationalen Wachstum im Wandel Konferenz 2016, die diese Woche stattfand. Mehr als 600 TeilnehmerInnen und ExpertInnen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft trafen sich 3 Tage lang an der der WU Wien, der größten Wirtschaftsuniversität Europas, um sich unter dem Motto „An Grenzen wachsen. Leben in der Transformationsgesellschaft“ mit den verschiedenen Aspekten des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wachstums und dessen Grenzen auseinanderzusetzen.

Ein Wandel zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit

„Über Wirtschaftswachstum wird neu diskutiert. Wir müssen die vielfältigen Herausforderungen, die aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation anstehen, sowohl in ökologischer als auch in sozialer Hinsicht gemeinsam lösen. Es braucht die Interaktion und den Diskurs aller gesellschaftlichen Kräfte! Dann ist Transformation kein Hemmschuh sondern Ansporn und Chance“, so Umweltminister Andrä Rupprechter.

Im Austausch mit den ExpertInnen auf der Konferenz wurde diskutiert, wie Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch entkoppelt werden können. „Ziel ist eine absolute Reduktion des Umweltverbrauchs. Gleichzeitig müssen wir Arbeitsplätze erhalten und schaffen, um unseren Wohlstand zu sichern “, sagt Rupprechter. „Das bedeutet, wir benötigen wirkungsvolle Instrumente sowohl auf globaler, europäischer als auch nationaler Ebene. Es wird darum gehen, den Wohlstand einer Gesellschaft zu bewerten, denn ein lebenswertes Österreich kann nicht nur am Bruttoinlandsprodukt gemessen werden. Wir brauchen darüber hinaus ergänzende Indikatoren. Die Initiative ‚Wachstum im Wandel‘ bietet für diesen Diskurs eine geeignete Plattform.“

Mut für soziale und technologische Innovationen notwendig

„Die Transformation zu nachhaltiger Wirtschaft bringt wertvolle Vorteile und sichert langfristig unsere Lebensgrundlage. Nur gemeinsam werden wir Lösungen für die aktuellen Herausforderungen finden können. Besonders mit dem neuen Crowdfundinggesetz, dem Gemeinnützigkeitspaket und der digitalen Strategie haben wir den Boden für die Zukunft gut aufbereitet, damit die besten Ideen in unserem Land gefunden und umgesetzt werden können. Denn Wachstum verstehen wir als Chance, die wir für uns alle nutzen sollten“, betont Staatssekretär Harald Mahrer.

Hindernisse müssen überwunden werden

Über aktuelle Wachstums-, Nachhaltigkeits- und Transformationsfragen sowie über die Überwindung von Grenzen, die uns am Handeln hindern, debattierten bei der Wachstum im Wandel Konferenz 2016: Tim Jackson, Professor für Nachhaltige Entwicklung an der University of Surrey und Autor des kontroversiellen Bestsellers „Prosperity without Growth – economics for a finite planet“, Gerald Hüther, einer der bekanntesten Hirnforscher Deutschlands und Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen, Sigrid Stagl, Professorin für Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien, Hans Bruyninckx, Chef der Europäischen Umweltagentur, Karl Aiginger vom Österreichischen Wirtschaftsforschungsinstitut u. v. m. Die Konferenz gilt als der Diskurs in Österreich über die Zukunft unseres Wirtschaftssystems und als eine der größten internationalen Veranstaltungen zur Thematik.

Über Wachstum im Wandel

Die Initiative Wachstum im Wandel vernetzt AktivistInnen des Wandels und EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und forciert den Austausch über Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität. Sie bietet eine internationale Plattform rund um Wachstumsfragen und ein anderes, nachhaltiges Wirtschaften. Die Initiative wird vom österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft getragen und von der Wirtschaftsuniversität Wien und weiteren 25 Partnerorganisationen unterstützt.

Mehr Informationen zur Wachstum im Wandel Konferenz 2016:
www.wachstumimwandel.at/konferenz2016

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