Bild: © www.atomstopp.at

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atomstopp: euratom-Vertrag ein Fossil aus vergangenen Tagen

22.2.2016
Atomförderverein euratom unter den Top-Ten der in Deutschland von den Medien am meisten vernachlässigten Themen

Euratom ein Stolperstein für den europäischen Atomausstieg

„Mit unserer Kritik an der Mitgliedschaft Österreichs beim Atomförderverein euratom medial anzukommen, war oftmals sehr fruchtlos. Und das ist offenbar nicht nur in Österreich so, sondern auch in Deutschland. Die deutsche Initiative „Nachrichtenaufklärung“ hat kürzlich im Deutschlandfunk jene Themen vorgestellt, die medial zu kurz kommen, und das trotz ihrer Bedeutung wie etwa: Finanzierung der Atomwaffenproduktion durch deutsche Banken oder eben der euratom-Vertrag!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

In der Begründung der Jury zu euratom heißt es: >>EU und Euratom: Verpflichtet, die Kernkraft zu fördern. Der Euratom-Vertrag ist ein Fossil: Er wurde 1957 unterzeichnet und hat seitdem keinerlei Reformen erfahren. Recherchen zeigen, dass die Strukturen von Euratom ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Deutschland leistet nach wie vor Zahlungen an das Bündnis, dessen erklärtes Ziel ist, die Atomindustrie aufzubauen und zu entwickeln - trotz des beschlossenen Atomausstiegs. Ein klassisches Beispiel für ein langfristig relevantes, aber vernachlässigtes Thema.<<

„Österreich ist nie in die Atomkraft eingestiegen und zahlt dennoch beim Atomförderverein euratom mit. Euratom ist der Stolperstein für den europaweiten Atomausstieg. Solange die Atomindustrie mit öffentlichen Geldern versorgt wird, wird ein Ausstieg aus der Atomkraft wohl Makulatur bleiben und alle Reden unserer Politiker_innen, dass man sich „vehement gegen die Atomlobby auflehne n würde“ in gut gemeinten Ansätzen stecken bleiben!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir werden unsere Kritik fortsetzen und weiter aufzeigen, dass österreichische Steuergelder - dank euratom - der europäischen Atomlobby zufließen. Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft ab und dass ausgerechnet wir alle diese Technologie stützen sollen, ist eine sehr absurde Vorstellung!", so Egger und Schweiger abschließend.

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Artikel Online geschalten von: / hackenberg /

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