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WIFO Studie zu umweltschädlichen Förderungen: Subventionierung von Heizöl nicht berücksichtigt

19.2.2016
Ökosozial heißt, das Ganze sehen – Raus aus Öl und Vorrang für Erneuerbare

Wien - „In Österreich wird viel Geld in Förderungen investiert, die negative Auswirkungen auf die Umwelt haben: laut einer aktuellen WIFO-Studie bis zu 4,7 Milliarden Euro. Das ist kontraproduktiv zur Erreichung der Klimaziele und nicht enkeltauglich“, so der Präsident des Ökosozialen Forums Stephan Pernkopf zu der vom Klima- und Energiefonds in Auftrag gegebenen WIFO Studie. Grundsätzlich begrüßt Pernkopf die Studie, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die sinnwidrige Subventionierung von Heizöl nicht berücksichtigt wurde:
„Hier vermisse ich den gesamtheitlichen Blick auf die Thematik, denn die steuerliche Begünstigung von Heizöl wirkt sich ebenfalls sehr negativ auf die Umwelt aus und kostet dem Staat darüber hinaus sehr viel Geld.“

Rund 20 Prozent der Privathaushalte heizen aktuell mit Öl. In Österreich liegt der Jahresverbrauch an Heizöl bei 1,3 Milliarden Liter. Das ergibt eine jährliche Treibhausgas-Belastung von 3,4 Millionen Tonnen CO2. Eine Erhöhung der Abgaben auf Heizöl von nur 0,1 Euro pro Liter würde insgesamt jährlich 130 Millionen Euro in die Staatskasse spülen. „Heizöl kann mittlerweile sehr gut durch intelligente und saubere Energieträger ersetzt werden. Das Geld, das wir mit der Anhebung der Abgaben einnehmen würden, könnten wir sehr gut nützen, um genau diese Energieformen zu fördern“, so Pernkopf.

Pernkopf abschließend: „Man darf sich jetzt durch den extrem niedrigen Ölpreis nicht in Versuchung führen lassen und weiterhin auf Öl setzen. Denn erstens ist klar, dass der Preis für Erdöl wieder steigen wird und wir somit schon bald wieder mehr dafür zu zahlen haben. Und zweitens bekommen spätestens unsere Kinder und Enkel die Rechnung präsentiert, wenn wir weiterhin auf nicht-nachhaltige Energieträger setzen.

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