Bild: © Pixelio.de

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Energiepolitik mit Erneuerbaren kann Fluchtursachen bekämpfen

9.2.2016
Zu diesem heiß diskutierten Thema findet in Wien eine hochkarätig besetzte spannende Podiumsdiskussion statt. Abkehr vom fossil-atomaren Komplex als Friedensmaßnahme.

Weltweit sind Millionen Menschen auf der Flucht. Sie sind auf der Flucht, weil in ihrer Heimat untragbare Zustände herrschen – Krieg, Repression, politische Willkür, Korruption, wirtschaftliche Not, die Liste scheint endlos erweiterbar. Nun kommt noch eine weitere Ursache dazu, warum Menschen ihren angestammten Lebensraum verlassen, ja verlassen müssen – die Folgen des Klimawandels. Naturkatastrophen, Wetterextreme, Überflutungen und Dürren vernichten bislang intakte Lebensgrundlagen und vertreiben die Menschen aus den zerstörten Regionen. 50 Millionen Klimaflüchtlinge sollen heute auf dem Marsch sein. Und immer wieder zu lesen: 2050 könnten es 200 Millionen sein.

Klima- und Energieflüchtlinge

Der Klimawandel wird in Zukunft eine immer größere Rolle als Fluchtursache spielen. Nicolas Stern, vormals Chefökonom der Weltbank, bezeichnete den Klimawandel als das größte Versagen des Marktes, das die Welt je gesehen habe. Alle Länder der Erde seien davon betroffen. Doch die Menschen in den ärmsten Ländern würden am meisten zu leiden haben, obwohl sie am wenigsten zu den Ursachen des Klimawandels beigetragen haben. Sterns Fazit damals: Zur Eindämmung der negativen Auswirkungen des Klimawandels bedürfe es einer Steigerung der Energieeffizienz, einer Forcierung von CO2-freien erneuerbaren Energien und einer Kostenwahrheit bei fossilen Energien.

Die auf Öl und Gas basierende Energiepolitik führt zu Kriegen um Öl und Gas

Doch der Begriff „Klimaflüchtlinge“ greift zu kurz. Er muss vielmehr erweitert werden auf „Klima- und Energieflüchtlinge“.
Hans-Josef Fell von der Energy Watch Group in Berlin schreibt: „Erdöl ist die Hauptfinanzquelle von IS, Al Qaida, Boko Haram, von Syriens Präsident Assad oder den sich bekriegenden sudanesischen Machthabern.“ Die meisten aktuellen Kriege hängen direkt oder indirekt mit fossilen Energien zusammen und werden aus deren Erlösen finanziert. Die heutigen Kriegsflüchtlinge sind zu einem großen Teil Klima- und Energieflüchtlinge, Klima- und Energiepolitik hängen untrennbar zusammen.

Wichtiger Hinweis: Am 9. März 2016 findet zu diesem heiß diskutierten Thema eine hochkarätig besetzte spannende Podiumsdiskussion statt.

Am ersten Tag des Windsymposiums AWES 2016 findet ein Themenblock "WOZU ENERGIEWENDE? - Motivation und Gesellschaft" statt. Hans Josef Fell, Präsident der energy watch group, referiert zum Thema "Fluchtursachen und Erderwärmung". Moderiert wird die anschließende Podiumsdiskussion von Rainer Schüller (Der Standard). Am Podium diskutieren Hans Josef Fell, Peter Püspök (EEÖ), Hans Kronberger (PV Austria), Kilian Kleinschmidt (Innovation and Planning Agency, ehemaliger Leiter des zweitgrößten Flüchtlingslagers der Welt), Helga Kromp-Kolb (BOKU, angefragt), Stefan Moidl (IG Windkraft).

Datum / Uhrzeit der Podiumsdiskussion: 9. März 2016, ab 17:30h, bis etwa 18:40h.
Ort: Aula der Wissenschaften, Wollzeile 1010 Wien
Nähere Infos und Online-Anmeldung: www.awes.at

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Weitere Infos: IG Windkraft

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