Bild: © FH Münster/Pressestelle - Startschuss des Projekts in Münster

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Teilhabe und Wohlbefinden im Mittelpunkt der Forschung

31.1.2016
Ein interdisziplinäres Projekt an der FH Münster widmet sich anderen Herausforderungen

Münster - Die Gesellschaf verwandelt sich zunehmen. Veränderte Arbeitswelten und Wohnformen sowie zunehmend gesundheitliche Beeinträchtigungen gehören beim demographischen Wandel dazu. Und doch wollen die Menschen mehr Selbstbestimmung und Autonomie: Sie möchten ihre Lebenswelten gestalten, in der Versorgung mitreden, am gesellschaftlichen Leben teilhaben, sich wohlfühlen. Wie dies gelingt, hängt ab von Lebensentwürfen und Lebensbedingungen und ist gekoppelt an Maßnahmen wie Prävention, Gesundheitsförderung, Rehabilitation und Pflege.

Darum geht es in dem neuen Forschungsschwerpunkt „TeWoGe – Teilhabe und Wohlbefinden in einer sich wandelnden Gesellschaft. Gestaltung von Lebenswelten und gesundheitlicher Versorgung“ an der FH Münster. An dem vierjährigen Projekt beteiligen sich die Fachbereiche Gesundheit, Oecotrophologie – Facility Management, Sozialwesen, Physikalische Technik, Architektur und Wirtschaft; bis zur Halbzeit fördert das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes den Schwerpunkt finanziell.

„Das Thema ist so komplex“, sagte Prof. Dr. Anke Menzel-Begemann, wissenschaftliche Leiterin des Schwerpunktes, auf der Auftaktveranstaltung, „dass wir es nur fachbereichsübergreifend bearbeiten können.“ Gemeinsame Grundlage sei das biopsychosoziale Modell der WHO, das sich auf die Wechselwirkung zwischen Personen und Umfeld fokussiert. „Und dabei forschen wir nicht über Personen, sondern mit denjenigen, auf die unsere Aktivitäten in der Projekt- und Netzwerkarbeit zielen. Schön wäre es, so die Hochschullehrerin am Fachbereich Gesundheit, wenn in vier Jahren „von Bürgern oder Patienten geäußerte Bedürfnisse durch die gemeinsame Arbeit in konkrete Lösungsansätze münden konnten“.

Zunächst starten drei Einzelprojekte. Eines widmet sich der Förderung von Mobilität und bürgerschaftlichem Engagement in Verbindung mit einem Sturzmanagement. Die Wünsche bei der Nutzung gesundheits- und haushaltsbezogener Unterstützungssysteme ermittelt ein weiteres. Parallel dazu entwickelt eine dritte Gruppe Konzepte, wie Inhalte zu Teilhabe und Wohlbefinden in Studiengängen und außerschulischen Bildungsangeboten verankert werden können.

„Wir sehen einer spannenden Zeit entgegen“, freut sich Menzel-Begemann, dass es nun losgeht. „Davon wird nicht nur die Hochschule profitieren, sondern auch die Menschen, die mithilfe unserer Ergebnisse ihre Teilhabe und ihr Wohlbefinden steigern konnten.“

Zum Thema:
Zwölf Forscherteams haben beim Förderwettbewerb des Landes den Zuschlag bekommen – darunter zwei Projekte der FH Münster. Neben dem Forschungsschwerpunkt „Teilhabe und Wohlbefinden in einer sich wandelnden Gesellschaft. Gestaltung von Lebenswelten und gesundheitlicher Versorgung“ wird das Projekt „Gesellschaft und Digitales. Digitale Medien im Dienst der Reflexion und Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen“ gefördert. Der Sprecher ist Prof. Dr. Gernot Bauer vom Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.

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