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E-Control: Auch in Deutschland viele Befürworter des gemeinsamen Strommarkts

30.1.2016
Deutscher Dachverband der E-Wirtschaft, BDEW, und zuletzt Börserat haben sich für Erhalt der Preiszone ausgesprochen

Die österreichische Energieregulierungsbehörde E-Control begrüßt die Unterstützung seitens der Deutschen Handelskammer in Österreich für den Erhalt der deutsch-österreichischen Strompreiszone. "In Deutschland gibt es sehr einflussreiche Stimmen, die sich gegen die Trennung des gemeinsamen Strommarkes stellen", betonen die E-Control-Vorstände Walter Boltz und Martin Graf. So hat bereits im September der Dachverband der deutschen Strom- und Gasunternehmen, BDEW, im Namen seiner 1.800 Mitgliedsbetriebe, die Empfehlung der EU-Energieagentur ACER zur Aufspaltung der Preiszone kritisiert, da diese dem Ziel eines europäischen Strombinnenmarkts zuwiderlaufe. Zuletzt hat sich auch der Börserat der EEX für die Erhaltung des gemeinsamen Strommarkts ausgesprochen. Auch die EU-Kommission sowie internationale Energiehandelsorganisationen sehen die Aufspaltung kritisch.

Die EU-Energieagentur ACER hatte einen Umsetzungsplan zur Trennung des deutsch-österreichischen Strommarktes bis zum 23. Jänner eingefordert. Da der Beschwerdeausschuss von ACER im Dezember aber entschieden hat, dass die ACER-Stellungnahme rechtlich unverbindlich ist, gab es keine rechtliche Notwendigkeit mehr, einen Umsetzungsplan abzuliefern. Daher wurde ACER vergangene Woche in einem Schreiben einiger Energieregulatoren und Übertragungsnetzbetreiber über die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten informiert.


Quelle: E-Control

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