Bild: © Ca.so

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Kalifornien unter US-Bundesstaaten größter Importeur österreichischer Produkte

27.1.2016
Bekämpfung der Wasserknappheit Priorität in Kalifornien – dadurch ergeben sich Chancen für österreichische Innovationen

Wien - „Der US-Bundesstaat Kalifornien ist für österreichische Unternehmen wegen seiner Marktgröße mit 39 Millionen Konsumenten, der starken wirtschaftlichen Performance und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Technologien eine hochattraktive Exportdestination“, betont Rudolf Thaler, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Los Angeles. Seit 2015 ist die USA zum zweitgrößten Exportmarkt Österreichs aufgerückt, wobei Kalifornien unter den US-Bundesstaaten der größte Importeur österreichischer Produkte ist. Thaler: „Der Golden State ist beispielsweise für Anbieter innovativer Energietechnologien oder gesunder Ernährung ein idealer Testmarkt, von dem aus in strategischen Schritten der US-Markt aufgerollt werden kann.“

Die Bekämpfung der schlimmsten Dürreperiode aller Zeiten bieten österreichischen Unternehmen mit ihren innovativen Produkten und Lösungen Geschäftschancen in Kalifornien. Zwei Milliarden USD sollen im kommenden Budget für die Sanierung der veralteten Infrastruktur, einschließlich staatlicher Gebäude, Parks, Gefängnisse und Spitäler verwendet werden. Im Kampf gegen den Wassermangel stehen die Verwertung von Sturmwasser, Wasserrecycling und -speicherung sowie die Investition in neue Technologien wie Meerwasserentsalzung auf der Agenda. Ein weiteres Großprojekt: Eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Los Angeles und San Francisco.

Kalifornien selbst profitiert von der dynamischen Wirtschaftsentwicklung vor allem im Technologiesektor und erzielte im abgelaufenen Budgetjahr einen Überschuss von 5,6 Mrd. Dollar. Das S&P-Credit Rating wurde mittlerweile dreimal angehoben. Die kalifornischen Jobzuwächse sind unter allen Bundesstaaten seit Jahren führend und die Arbeitslosenrate wurde seit der Rezession halbiert. Mit der boomartigen Wirtschaftsentwicklung im Silicon Valley und in Ballungszentren wie San Francisco und Los Angeles geht allerdings eine kaum mehr leistbare Wohnsituation einher. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown tritt indes für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft ein. Kalifornien hat diesbezüglich von allen US-Bundesstaaten die ambitioniertesten Umweltziele. Die Erreichung der zwanzigprozentigen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 ist in Reichweite. Der Anteil erneuerbarer Energien am Energieportfolio wurde von 30% bis zum Jahr 2020 auf 50% bis 2030 angehoben. Der Einsatz von Treibstoffen für Kfz soll im gleichen Zeitraum um die Hälfte reduziert und die Energieeffizienz von Gebäuden verdoppelt werden. Damit wird die Umweltagenda von Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger fortgesetzt. Speziell in diesen Bereichen ergeben sich gute Chancen für österreichische Unternehmen.

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