Bild: © exploder -pixabay.com

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Was tun bei einem GAU im grenznahen belgischen Schrott-AKW Tihange ?

18.1.2016
Hilfe zur Selbsthilfe bei einem Atom-GAU

Unverantwortliche Gefährdung der Bevölkerung durch Schrott-Meiler

Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. bietet einen seriösen Maßnahmekatalog "im Falle des Falles " auf seiner Homepage.

Die Alarmierung und laufende Information der Bevölkerung im Fall eines GAUs in einem naheliegenden Atomkraftwerk ist eine organisatorisch höchst komplexe Angelegenheit, weil bereits die Ausgangslage - Unfallursache (Netzausfall, Sabotage, spontanes Versagen des Reaktordruckbehälters usw.), Wochentag, Tageszeit, Windrichtung, Stromversorgung, Kompetenzverteilung, urlaubsbedingte Abwesenheiten usw. - unendlich viele Kombinations- und Variationsmöglichkeiten bietet, die vorher unbekannt sind.
Erst eine ggf. notwendig werdende nachträgliche Entkontaminierung oder Evakuierung unbewohnbar werdender Gebiete sowie Festsetzung gerade noch zulässiger Grenzwerte in verstrahlten Lebensmitteln kann abschließend zentral angeordnet werden.

Die Tatsache, dass eine geplante Alarmierung und Information der Betroffenen in ihrer Komplexität nicht in allen Varianten vorher geübt werden kann und die weitere Tatsache, dass die Unterbrechung der Alarmierungskette an irgend einer Stelle den Alarm scheitern lassen würde (z.B. würde der Alarm scheitern, wenn die Betreiber von Tihange die Entwicklung eines Störfalls zum GAU nicht unmittelbar weitermelden, oder wenn die Übertragung der Meldung zwischen Belgien und der Bundesregierung zu viel Zeit benötigt), lassen eine zentral gesteuerte erfolgreiche Alarmierung und Information der Bevölkerung in den ersten Tagen als unwahrscheinlich erscheinen.

Im folgenden sollen deshalb Vorbereitungen für eine dezentrale Schadensminimierung durch die Betroffenen selbst angedacht und diskutiert werden. Das bedeutet nicht, dass die zuständigen Behörden damit aus ihrer Verantwortung entlassen sind. Sie können dazu die Voraussetzungen erleichtern anstatt sie zu erschweren. Typisches Beispiel ist die Frage, ob die zuständigen Behörden die Verteilung der Jodtabletten bis zu den Haushalten durchführen. Oder ob z.B. die Stadtverwaltung sich für die Alarmierung der Schulen und Kindergärten unzuständig erklärt.

Die folgende Zusammenstellung erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf sachliche Richtigkeit in jedem Detail. Wir werden sie gerne bei jeder uns einleuchtenden neuen Information aktualisieren. Anmerkungen bitte an zentrale@sfv.de

Lesen Sie weiter unter www.sfv.de/artikel/radioaktivitaet_aus_tihange_und_doel.htm

Inhaltsverzeichnis:
Wie verschafft man sich Überblick über aktuelle radioaktive Belastung in Deutschland?
Wie verschafft man sich Überblick über radioaktive Belastung an beliebigen Orten Europas?
Wie schützt man sich vor Schilddrüsenkrebs
Was geschieht mit Schul- oder Kindergartenkindern bei einem GAU während der Schulzeit?
Welche Strahlung kann man mit einem Geigerzähler selber feststellen?
Info zu Geigerzählern
Was tun, wenn die radioaktive Wolke sich nähert
Vorrat an Nahrung und Getränken


Dieser Beitrag im Internet wird laufend aktualisiert

Quelle : Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.

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