© Hydroconnect / Versuchsanlage
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Staatspreis für Klima und Umwelt bestätigt Klimaschutzfunktion der Kleinwasserkraft

Umweltförderung Inland für Fischaufstiegshilfen muss wieder gestartet werden

Der Verein Kleinwasserkraft Österreich ist hoch erfreut über die Verleihung des Staatspreises für Klima und Energie an eine Kleinwasserkrafttechnologie. "Speziell vor der Klimaschutzkonferenz in Paris brauchen wir ein Bekenntnis zur Kleinwasserkraft als Kern der Energiewende", betont Christoph Wagner, Präsident von Kleinwasserkraft Österreich. Nicht zuletzt Technologien wie jene, die nun mit dem Staatspreis ausgezeichnet wurde, zeigen auf, dass Kleinwasserkraftwerke im Einklang mit der Gewässerökologie wertvollen CO2-freien Strom produzieren.

Die rund 3000 Kleinwasserkraftbetreiber in Österreich liefern etwa 10% der heimischen Stromproduktion und vermeiden damit 5 Mio Tonnen CO2. Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie sollen die Gewässer in Österreich in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden. Die Herstellung der Fischdurchgängigkeit ist dazu gefordert und bedeutet für viele Kraftwerke hohe Investitionen in Fischwanderhilfen. Finanzminister Schelling sollte Umweltminister Rupprechter hier beistehen und sicherstellen, dass die Unterstützung dieser Investitionen im Rahmen des Umweltförderungsgesetzes auch für die zweite Umsetzungsphase der Wasserrahmenrichtlinie fortgeführt wird. Bis Juni 2014 gab es diese öffentliche Unterstützung für Fischaufstiegshilfen vom Bund.

"Insbesondere bei den aktuellen Verwerfungen am Strommarkt besteht das Risiko, dass die wertvolle klimafreundliche und regionale Stromproduktion aus Kleinwasserkraft verloren geht. Für die hohen finanzielle Belastungen durch die Erfüllung neuer Vorgaben darf daher die Unterstützung aus dem Umweltförderungsgesetz keinesfalls gestrichen werden.", so Wagner.

Quelle: Kleinwasserkraft Österreich Stv. GF Mag. Erwin MAYER



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