© Hans Braxmeier/ pixabay
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Kleinwasserkraft zu G7 Gipfel: Klimaschutz durch CO2-freien Strom

Europa braucht höhere CO2-Preise um 2°C zu erreichen

Elmau/Wien - Kleinwasserkraft Österreich begrüßt die Wiederholung des 2GradC - Zieles im Abschlussdokument des G7 Gipfels in Elmau, Deutschland. Dieses Ziel wurde bereits 2009 in Kopenhagen nicht nur von 7 Industrienationen sondern von über 200 Staaten bei einer UN-Klimaschutzkonferenz vereinbart. "Jetzt ist es an der Zeit, dass Europa und als UN-Mitglied auch Österreich beim Klimaschutz Nägel mit Köpfen machen und die Subventionen für Atom und Kohle beenden", fordert Kleinwasserkraft-Präsident Christoph Wagner.

Die internationale Energieagentur IEA hat in ihrem letzten Energy Outlook 2014 für das von den G7 jetzt wiederholte 2GradC Szenario einen notwendigen CO2-Preis von 100 US-$/t CO2 bis 2030 errechnet. "Das wäre exakt der einzuschlagende Weg, um die von den G7 angestrebte Dekarbonisierung der Weltwirtschaft und Minus 70% CO2 bis 2050 zu erreichen" betont Erwin Mayer, stv. Geschäftsführer von Kleinwasserkraft Österreich. Nur so könne auch die Abschaffung ineffizienter Subventionen für fossile Brennstoffe, wie auch im Abschlusspapier zum Gipfel festgehalten, konsequent durchgeführt werden. Denn laut IMF, Internationalen Währungsfonds, ist die Nichtbezahlung von externen Kosten der Kohle-, Öl,- und Erdgas Wirtschaft die größte Subvention und Marktverzerrung am Energiemarkt.

"Bei solchen für den Klimaschutz absolut notwendigen CO2-Preisen bräuchten wir fast keine Unterstützung mehr für Ökostrom", hält Wagner fest. Diese CO2-Preise würden mittelfristig zu Strompreisen am EEX-Markt von 6-8 Cent/kWh führen. "Damit könnte die Kleinwasserkraft gut leben" fährt Wagner fort. Die Dekarboniserung der Wirtschaft würde im Strombereich als Erstes stattfinden, weil hier die CO2-Preise bisher mit rund 5-7 Euro/t CO2 vernachlässigbar gering sind.

Kleinwasserkraft Österreich vertritt über 1000 Kleinwasserkraftwerksbetreiber. Alle Kleinwasserkraftwerke produzieren in Österreich rund 6 TWh oder 6 Mrd kWh CO2-freien Ökostrom mit einer CO2-Ersparnis von 363,28 g/kWh (Entso-E-Mix 2013). Das reduziert Österreichs CO2-Emissionen aus dem Strombereich um rund 2 Millionen Tonnen CO2 jährlich. Diese Einsparung ist durch massive Subventionen für fossile Kraftwerke und AKW gefährdet. Ein stark verzerrter "Markt"preis von rund 3 Cent/kWh gefährdet den Betrieb dieser kleinen, regionalen Klimaschutzprojekte.

Quelle: Kleinwasserkraft Österreich


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