© W.Pucher-oekonews/ Spannende Buchpräsentation in Wien
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WOHN sein – achtsam wohnen, zufrieden leben

Ein oekonews-Buchtipp - Mehr als nur Wohnen im Fokus

© W.Pucher-oekonews/ Die Autoren zeigten einige Details auf
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© Wohnsein
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‘Dieses Buch schlägt eine wichtige und neue Brücke zwischen Architektur und psychosozialer Betrachtung des Wohnens. Besonders wichtig ist für mich sein Aufbau auf Basis der Selbstwahrnehmung und die Aktivierung der Eigenkompetenz.’ (Dr. René Reichel, Psychotherapeut, Donau Universität Krems)

Vor kurzem lud die Autorin zur Buchpräsentation ein. Auch WOHNEN prägt - Auf diesem Ansatz bauen die Lebensberaterin Helga Gumplmaier und der Architekt Helmuth Seidl ihr im Verlag edition-vabene erschienenes Buch ‘WOHN-sein’ auf. Die Autoren erklären in praxisorientierter Sprache und anhand vieler Beispiele die Zusammenhänge von Wohlbefinden und räumlichen Strukturen.

Gibt es Grundbedürfnisse im Wohnen, die kulturübergreifende Ähnlichkeiten aufweisen? Warum fühlt man sich in einer Wohnung wohler als in einer anderen? Warum gibt es Räume, in denen uns die Arbeit leichter von der Hand geht als in anderen? Gibt es Raumstrukturen, die Beziehungen behindern, Kommunikation erschweren und andere, die Beziehungen und gedeihliche Kommunikation fördern? Das sind nur einige Fragen, die in diesem Buch erörtert werden. Mit Fragen wollen die Autoren aufrütteln und neugierig machen, die Leserinnen und Leser zu ihren eigenen Lösungen hinführen.

Das Umfeld, in dem ein Kind aufwächst, in dem sich ein Erwachsener über lange Zeiträume bewegt, beeinflusst die Entwicklung seines Gehirns. Es sind nicht nur die umgebenden Menschen, die prägen, auch die Struktur des Wohnumfeldes trägt dazu bei. Das ‘Raumgefühl’ setzt sich aus verschiedenen Einzeleindrücken zusammen, die Wohnung ist Rahmen für das tägliche Sein.

Könnte es sein, dass hinter dem Bemühen des Obdachlosen, ein sicheres Plätzchen zum Schlafen zu finden, und der Überwachungskamera des reichen Villenbesitzers ein gemeinsames Bedürfnis steckt? Das Autorenteam geht davon aus, dass das Bedürfnis nach Schutz und Sicherheit, aus dem heraus wir Menschen uns mit vier Wänden umgeben, im entlegensten chinesischen Hinterland ähnlich ist, wie in einer europäischen Großstadt. Wohnen in einem geschützten Umfeld zählt zu den Grundbedürfnissen des Menschen.
Was haben eine Messie-Wohnung, die von alten Dingen überquillt, und eine Designerwohnung, die mit Einzelstücken und Kunstgegenständen minimalistisch ausgestattet ist, gemeinsam? Die Bewohner und Bewohnerinnen beider Wohnungen sammeln für sich persönlich Wertvolles und bringen damit ihr Selbst zum Ausdruck.
Egal ob eine kleine Garconniere, ein Zimmer in der Wohngemeinschaft oder eine prunkvolle Villa, jedes Wohnen ist eine Form der Selbstdarstellung und des Selbstausdrucks.
Der Grundriss, die Geometrie, die Ausrichtung, die Einrichtung, die Farben, die Möbel und zu guter Letzt die Dekoration werden nach Geschmäckern und Vorlieben der Wohnenden ausgewählt. Wie ein Gewand wirkt die Wohnung nach außen, auf Nachbarn, Besucherinnen, Vorbeigehende. Sie unterstreicht meinen Typ, drückt mich selbst aus, regt Gefühle an.
Gleichzeitig wirkt die persönlich gestaltete Wohnumgebung auch nach innen und bestimmt das Wohlempfinden der Wohnenden, indem aus dem Wiedererkennen des Vertrauten ein Gefühl von Sicherheit erwächst. Hier bin ich zuhause, hier kann ich so sein, wie ich wirklich bin.

Das Buch ist im Verlag edition-vabene erschienen und ist im Buchhandel sowie bei INTEGRAL Institut für Leben und Raum zu bestellen.


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